NiederbayernTV Magazin

62 Brückner sowie ich haben gelacht, wurden aber auch nachdenklich und emotional. Vor allem dann, als es darum ging, warum sie momentan so oft in unserer bayerischen Heimat sind. Aber der Reihe nach. 2012 habt Ihr Euer Debütalbum veröffentlicht, das es direkt auf Platz 1 der Charts schaffte. Wie wichtig sind Euch Erfolg und Privatsphäre? Steffen: Privatsphäre – ganz wichtig. Als Personen des öffentlichen Lebens haben wir irgendwann gemerkt, Knallroter, plüschiger Flauschestoff an den Wänden. Dort, wo einst Stühle standen, steht heute Publikum, 900 Personen. Eine Bühne. Nicht groß, eher dezent und unauffällig. Im hinteren Bereich des fensterlosen Raumes: eine Bar. In dieser Location – übrigens ein ehemaliges Sexkino aus den 1950er Jahren – habe ich das Singer-/Songwriter-Duo Mrs. Greenbird live gesehen. Das war vor über zehn Jahren. Seitdem ist viel passiert. Was genau, das habe ich die Kölner Musiker, die auch privat ein Paar und obendrein Eltern einer zweijährigen Tochter sind, in einem knapp 60-minütigen Gespräch gefragt. Herzerwärmend war es, und sehr persönlich. Sarah und Steffen Greenbird – Handgemachter Country-Folk-Pop – Mrs. dass man zwar persönlich sein darf und soll, aber nicht zu privat. Nicht falsch verstehen, wir sind weit davon entfernt, unnahbar zu sein, versuchen aber schon, unsere Familien und Freunde rauszuhalten. Das gelingt einem in Köln ganz gut. Zum einen ist es eine Medienstadt mit vielen Prominenten, die zum Stadtbild gehören. Zum anderen birgt eine City mit einer Million Einwohnern ein gewisses Maß an Anonymität. Und was den Erfolg angeht: Wir waren nie – und werden es nie sein: ein kommerzielles Projekt, mit dem Ziel, Millionen Platten zu verkaufen. Wir spielen viel lieber vor 350 Leuten auf einer kleinen Waldbühne als vor 35.000 im Stadion. Mit welcher Art von Musik verwöhnt Ihr die Leute auf Euren Konzerten? Sarah und Steffen: Wir beschreiben unseren Stil immer als Singer-/ Songwriter-Country-Folk-Pop. Handgemachte, selbstgeschriebene Musik, oft akustisch angehaucht und sehr organisch. Und gerade bei unserem letzten Album „Love you to the Bone“ haben © Selene Adores

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