NiederbayernTV Magazin

55 Vermächtnis der Menschen in der Bronzezeit Kultstätte, die mindestens viermal massiv umgebaut wurde Lange wusste man nicht, woher die Steine kamen eine Spur: Wales, 225 km entfernt Bestätigung: einige Kolosse kamen von hier Vor 5.000 Jahren war dieses Gebiet karg bewachsenes Weideland Grund der Errichtung bis heute ungeklärt Bau zwischen 3.000 und 1.000 v.Chr. bis 2.100 v.Chr.: Großbaustelle Erst mit Blausteinen errichtet Später mit zehnmal so schweren Sandsteinblöcken Steine wurden auf Booten und Flößen, Schlitten, Rollen und per Muskelkraft transportiert 200 Mann richteten die Steine auf Blausteine wurden später im Inneren platziert Stonehenge in Süd-England: Weg durch die Lüfte noch einen Telefonmast umgerissen habe und ich mich mitsamt des Wagens fünfmal im Feld überschlug. Spätere Messungen der Bremsspur hatten eine angebliche Geschwindigkeit von 276 km/h ermittelt. Da war ich wohl etwas zu rasant unterwegs. Ich fühlte mich, als wäre mein Genick regelrecht abgerissen. Ich konnte mich kaum bewegen. Doch der Herrgott wollte mich anscheinend noch nicht zu sich nehmen. Gott sei Dank – im wahrsten Sinne des Wortes.“ Den lauten Aufprall hatte jemand gehört, wie Werner verriet. Wie sagte er so schön: „Die älteren Herren müssen halt nachts raus zum Bieseln. Und während seiner Sitzung hat der Rampl Xaver den Unfall gehört und weckte seinen Sohn auf.“ Währenddessen an der Unfallstelle: „Ich versuchte irgendwie, aus dem Auto zu krabbeln, zu kriechen“, sagte Werner. „Als ich das geschafft hatte, war mein erster Blick der zum Himmel. Ich schickte sofort ein Stoßgebet zum Herrgott und dankte ihm, dass ich noch lebte. Zugleich wusste ich aber, dass bei mir im Genick etwas nicht stimmte. Ich sah mich um und erblickte die Straßenlaternen, nicht weit weg von mir. Doch der Weg zog sich, als wären es fünf Kilometer vom Feld bis zum Asphalt, wo ich auf den Rampl Xaver getroffen bin.“ Resultat nach 17-maligem Röntgen: „Es ist alles halb so wild“, sagte der Neurologe, der mich am Tag nach dem Unfall untersuchte. Ich hatte mir nur das Genick abgerissen, wie sich 14 Tage nach dem Unfall herausstellen sollte. Nach fünf Wochen Aufenthalt in unterschiedlichen Kliniken kann Werner heute sagen, dass er dem Tod damals gerade noch mal so von der Schippe gesprungen ist, und zum Glück gab es keine bleibenden Schäden bei Werner. „Oha, auch mein Leben ist endlich!", dachte sich Werner, ging in sich, besann sich und dachte an – genau: Stonehenge. Er fuhr mit seinem Lastzug in den Bayerischen Wald zu einem Steinbruch, in dem er schon seit Jahren Megalithen und Platten gesammelt hatte, einfach so, wie er sagte. Allerdings war der Abtransport gar nicht so einfach, schließlich wogen die Steine mehrere Tonnen. „Beim Radlader und dem Stapler, den mein Sohn Thomas fuhr, mit denen wir die Steine zum Standort hintransportierten, blockierte ich die Überdruckventile“, so Werner. „Die sind quasi hinten hochgegangen. Wir haben das Hinterteil des Radladers und Staplers also mit Gewichten beschwert und sieben Mann haben sich zusätzlich noch draufgestellt. Mein bester Freund, der Brunnenbauer Wastl, hatte einen Baggerkran. Mit dem konnten wir die Felsen zum Versetzen anheben. Und dann, zack: Seil des Baggers ist beim schwersten Megalithen gerissen. Das war knapp, wäre das Seil 30 Zentimeter weiter nach links geflogen, wäre es durch die Fahrerkabine geschnellt! Aber letzten Endes ist dann mit Tieflader und mehreren LKW alles gutgegangen – und hier ist es: das niederbayerische Stonehege.“ Die dünnste Platte von Werners Kultstätte wiegt 5,7 Tonnen, alle anderen bringen zwischen zehn und 15 Tonnen auf die Waage. Originalgetreu ist auch der Abstand vom Mittelpunkt bis zu den Toren: 5,74 Meter, wie in England. Alle Steine sind laut Werner Originalgröße. Wer sich das niederbayerische Stonehenge übrigens live vor Ort anschauen will, kann dies gerne tun. Einfach Kontakt mit Werner Wick über seine Website www.wick-landschaft.de oder per Email (info@wick-landschaft.de) aufnehmen. Und die alles entscheidende Frage: Was war Stonehenge damals und warum wurde es erbaut? Fragen, auf die es bis heute keine fundierten Antworten gibt. Ein Mythos, den man immer wieder hört und liest: Stonehenge war und ist ein beliebter Landeplatz für Ufos. Von Torsten Widua

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