espresso Magazin April 2021

um gehört zu werden, die Dinge anzugehen und andere zu inspirieren. Aus Erfahrungen eigener Projekte braucht es die richtigen Leute amTisch und manchmal auch einen kleinen Schubs, damit sich etwas in Bewegung setzt. ESPRESSO: An wen richtet sich das Brü- ckenkollektiv? Wer kann mitmachen? Und wie wird man Teil des Brückenkollektivs? T. & M.: Das Brückenkollektiv richtet sich einerseits an Unternehmen und Personen, die einen Arbeitsplatz oder Besprechungsraum in der Stadtmitte benötigen. Deshalb ist es bei uns möglich, einen Einzelarbeitsplatz oder einen gesamten Raum für ein paar Stunden anzumieten, ohne sich groß zu binden. Für uns war es vor allen Dingen wichtig, dass der Platz erschwinglich ist und sich die Leute wohlfühlen. Andererseits richten wir uns an die Neuburger Bürger*innen selbst, die gern etwas in Neuburg ver- ändern wollen. Das Brückenkollektiv ist besonders hier offen für neue Leute, die Ideen oderWünsche haben. Hier laden wir alle Leute ein, einfach mal vorbeizukommen oder sich bei uns zu melden. ESPRESSO: Den Umbau der Brücken- kollektiv-Räumlichkeiten dokumentiert ihr auch bei Instagram. Was war und ist euch wichtig beim Umbau und welche Herausforderungen gab es zu meistern? T. & M.: Uns ist es wichtig, dass man sich hier wohl fühlt und dass die Menschen mit uns etwas Positives verbinden. Da wir recht kleine Räume haben, haben wir zudem alle Möbel so konzipiert, dass sie einerseits alle Anforderungen abdecken, die durch das Co-Working entstehen, sich aber für Veranstaltungen umfunktionieren lassen, um mehr Platz und Sitzmöglichkeiten zu schaffen. ESPRESSO: Was macht für euch einen perfekten Arbeitsplatz aus? T. & M.: Da gibt es aus unserer Sicht eigentlich drei Faktoren. Erstens muss der Arbeitsplatz erschwinglich und gut erreichbar sein. Zweitens muss man sich dort wohlfühlen. Deshalb haben wir auch so viel wert auf den Innenausbau gelegt. WIRTSCHAFT 69 MULTIFUNKTIONAL Die Einrichtung ist so konzipiert, dass man dort arbeiten, aber auch Veranstal- tungen abhalten kann Und letztlich muss auch alles da sein, was man zum Arbeiten braucht. Da reicht für uns prinzipiell ein Tisch, Strom und eine Kaffeemaschine – aber mit netten Leuten ist das natürlich umso schöner. ESPRESSO: Wann geht es los? Und welche Veranstaltungen habt ihr für die Anfangszeit geplant? T. & M.: ImApril wollen wir, falls möglich, das Co-Working eröffnen. Inwiefern das möglich sein wird, müssen wir abwarten. Das gleiche gilt für die Veranstaltungen. Da werden wir zunächst über On- line-Kanäle starten. Mit dem ersten Projekt werden wir Berufe und die zugehörigen Personen aus dem Landkreis fotografisch und filmisch portraitieren. Dabei sind wir momentan auf der Suche nach Beru- fen, die man bislang nicht wirklich wahrnimmt. Um das zu realisieren, kooperieren wir mit Fotografen aus Neuburg. Die Fotografien und die Erfahrungen der Fotografen werden zunächst online präsen- tiert. Später werden die Fotos bei uns imKollektiv ausgestellt. Die filmischen Portraitaufnahmen werden über Online-Kanäle zur Verfügung gestellt. ESPRESSO: Was ist euer langfristi- ger Plan für das Brückenkollektiv? T. & M.: Unser Ziel ist erstmal, dass sich das Brückenkollektiv selbst finanziell trägt und die Menschen mit uns eine positive Assoziation haben. Was letztlich an Kon- zepten funktioniert, wird sich zeigen, aber da haben wir eine lange Liste an Ideen, die wir Stück für Stück probieren werden. L Wir wollen mit dem Brückenkollektiv Menschen eine Plattform geben, um gehört zu wer- den, die Dinge anzugehen und andere zu inspirieren DAS GANZE INTERVIEW GIBT'S ONLINE UNTER ESPRESSO-MAGAZIN.DE @brueckenkollektiv

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