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80 Bild: © Torsten Widua von Torsten Widua Sie war eine der größten Discotheken und Nightlife-Locations Süddeutschlands. Bis zu 6.000 Raver feierten hier bis tief in die Morgenstunden zu dem Sound weltbekannter DJs. Das Alcatraz in Landau war eine Institution – sogar aus Österreich kamen sie angereist. Durchtanzte Nächte, exzessive Partys, unvergessliche Erlebnisse. Um 21:00 Uhr rein, um 05:00 Uhr raus, und rüber in die benachbarte Indstriehalle zur Afterhour! Eine bombastische Soundanlage und ein einzigartiges Lichtdesign machten den Technotempel weit über die bayerischen Landesgrenzen hinaus bekannt. Ein riesiger Betonwürfel mit der Innenarchitektur eines Gefängnisses. in Landau an der Isar Bilder von Al Capone an den Wänden, dicke Gitterstäbe, eine düstere, roughe Atmosphäre, industrieller, cleaner Look, puristisch und futuristisch. Der DJ „schwebte“ hoch über der Tanzfläche und hatte als KnastMastermind die musikalische Kontrolle über die „Insassen“. Doch das Alcatraz war mehr als nur ein großer Club. Man kam schon am Abend – und blieb die ganze Nacht. Rückblick eines Zeitzeugen. Ich war damals 19, 20 Jahre alt und am Beginn meiner Laufbahn als Musikjournalist. Damals als Nightlife-Reporter für das Szenemagazin namens Raveline tätig. Wir hatten gerade den Führerschein in der Tasche, gab es für uns freitags und samstags nur eine Anlaufstelle – und das über Jahre hinweg: „Das Alc“, wie es alle nannten. Wir waren eine Truppe von fünf Jungs und drei Mädels, und nahezu vom ersten bis zum letzten Beat vor Ort. Tommy Serano war damals nicht nur Resident-DJ, sondern fungierte auch als Geschäftsführer. Heute hat er diese Position im „Stars“ in Straubing inne. Was das Besondere am Alcatraz war Nun, das Alcatraz war eine ganz eigene Erlebniswelt. Innen zwei Etagen plus Keller, ein riesiger Club mit diversen Bars und einem Restaurant, mit Billardtischen, Dartscheiben, Flipperautomaten und Chill-out-Zonen. Außen ein großes Areal mit Pool, Beach- bar und Biergarten. Besonders legendär und in Erinnerung geblieben sind mir die Schaumpartys. Da hätte ich keine Reinungskraft sein wollen, echt nicht! Noch bekannter waren allerdings die sogenannten „Trips“: Partys mit hochkarätigen Künstlern im Lineup, die man in den niederbayerischen Breitengraden nie – oder wenn, nur ganz selten – zu Gesicht bekam. Ausverkauftes Haus. Immer! Egal ob „Psycho-Trip“, „Easter Trip“ oder „LiebesTrip“ – der damalige Eigentümer und Heute vor 25 Jahren … ALCATRAZ DAS

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