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41 Kaum hat Christoph den letzten Satz vollendet, kommt der Co-Trainer um die Ecke und gesellt sich zu uns. „Servus, ich bin der Thomas Mühlbauer und die helfende Hand des Haupttrainers. Ich bin zuständig für die Verteidiger, für die Aufstellung und Taktik. Und klar, ich bin täglich hier, täglich auch auf dem Eis und natürlich auch bei den Spielen dabei. Und weil ich schon 19 Jahre dabei bin, zähle ich schon zu alten Hasen, wenn man so will.“ Wie bist Du zum Eishockey gekommen? „Relativ spät, ehrlich gesagt. Ich war schon zehn, als ich angefangen habe. Damals, das war die Peaktime beim Eishockey. Ich bin immer hingegangen und war total begeistert und sofort mit dem Eishockeyvirus infiziert.“ Der EVL ist für seinen starken Nachwuchs bekannt. Warum eigentlich? „Wir betreiben seit sehr vielen Jahren sehr viel Aufwand für den Eishockeysport, haben viele Trainer und auch Ehrenamtliche im Team. Zudem viele Kinder, die Eishockey spielen wollen. Und dann ist der Ertrag halt irgendwann sichtbar geworden. In einer Formel ausgedrückt könnte man sagen: viele gute Spieler + viel Training + gute Trainer = Erfolg. Und das hat uns nicht nur bayern-, sondern auch deutschlandweit bekannt gemacht. Um vielleicht ein paar Namen zu nennen, die jeder kennen dürfte: Der Kühnhackl Tom ist eine unserer Legenden, ebenso natürlich sein Vater Erich. Der Schloder Alois, die Truntschka-Brüder, Christoph Schubert und Tobias Rieder. Und egal ob EVL-Pioniere oder der heutige Nachwuchs – eins hatten und haben alle gemeinsam als Ziel: In der Profiliga spielen.“ Bist Du ein strenger Trainer – und: Wie sieht ein typischer Trainingstag aus? „Ich sag' mal so: Meine Taktik ist 'Zuckerbrot & Peitsche'. Ich versuche, die Trainingseinheiten mit lockerer Hand umzusetzen. Aber wenn ich sehe, dass Grenzen überschritten werden, muss ich verbal schon mal eingreifen. Generell ist es so, dass sich die Mannschaft 15 Minuten vor Trainingsbeginn in der Umkleide trifft, in Jogginghose & Co. schlüpft – und dann geht's zu den 30- bis 45-minütigen Trockentrainings-Einheiten. Also Stichwort Kraftraum, Koordinationsübungen, Stabilisation, Stretching, Hürdentraining, Sprint, verschiedene Treppenübungen. All das passiert, bevor es dann für 75 Minuten aufs Eis geht. Natürlich nicht im Jogging-Outfit, sondern in voller Montur! Und die kostet schon ein paar hundert Euro. Um die 700 legst du da auf den Tisch, plus Schläger! Und von denen braucht man so einige im Jahr.“ Das wichtigste neben der körperlichen Fitness ... „ … sind Disziplin, Disziplin und: Disziplin! Egal wie viel Talent man auch hat – man muss alle Übungseinheiten tausende Male wiederholen, bis wirklich alles in Fleisch und Blut übergeht. Du kannst noch so begabt sein und meinen, du bist carfunkel.com 4 MAL IN DEINER NÄHE FOLGE UNS: instagram.com/carfunkel_com

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