Frohe Weihnachten

Glückwünsche aus Chamerau wünscht seinen Kunden, Mitarbeitern, Freunden und Bekannten frohe Weihnachten und ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2024. Für die gute Zusammenarbeit herzlichen Dank. Stahl Irrgang Stahlhandels GmbH Betonstahlbiegerei Hauptstraße 2a • Lederdorn • 93466 Chamerau Telefon 09941/930-0 • Fax 09941/930-30 E-Mail: kontakt@stahl-irrgang.de • www.stahl-irrgang.de Luithardt bike - stop dt vom Kinderrad bis zum E-Bike - alles aus einer Hand In der Grube 1 93466 Chamerau Tel.: 09944 / 3076380 E-Mail: bike-stop@t-online.de Wir wünschen unseren Kunden Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr und bedanken uns für das entgegengebrachte Vertrauen. Wir wünschen Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr! Kein Weihnachten für Drachen Eine Geschichte von Florian Bock Einstmals lebte ein Drache in seiner Höhle über der Stadt. Es war ein alter, erfahrener Drache. Deshalb wusste er, wie man durchs Leben kam, ohne es sich zu schwer zumachen. Von Drachen wurden gewisse Dinge erwartet und die tat er auch äußerst gewissenhaft. Regelmäßig verbrannte er die Felder mit seinem Feueratem. Das tat er immer im Frühling und sorgte damit dafür, dass die Böden frei von Frost waren und eine gute Ernte versprachen. Im Herbst verbreitete er Angst und Schrecken, indem er laut brüllend seine Kreise über der Stadt zog. Die Kinder nahmen dies zum Anlass, ihre Drachen im Wind steigen zu lassen, den er mit seinen Flügeln verursachte. Und im Winter erhellte er die Nacht mit furchterregendem Feuerschein. Immer genau in der Silvesternacht, wenn die Turmuhr zwölf schlug. Und die Menschen erfreuten sich am Spektakel und machten „Ahhh“ und „Ohhh“, wenn ihm besonders schöne Flammen gelangen. Lediglich die Sache mit der Jungfrau, die ihm einmal im Jahr geopfert werden sollte, missfiel ihm. Sie verbrachte immer ein unglaubliches Geschrei und Gezeter, das in den Ohren schmerzte. So war er ganz froh, wenn endlich der Ritter auftauchte, um sie zu retten. Von dem ließ er sich dann mit dem Schwert einmal auf den großen Zeh hauen, was er kaum spürte, und gab sich geschlagen. Die Jungfrau konnte mit dem Ritter abziehen. Das lief immer gleich ab, denn auch von Jungfrauen und Rittern wurden gewisse Dinge erwartet und auch sie erfüllten ihre Pflichten gewissenhaft. Der Drache hatte dann vor langer Zeit mit dem Bürgermeister gesprochen, der sich durchaus einsichtig gezeigt hatte. Seitdem wurde ihm einmal im Jahr ein Präsentkorb geopfert, der alle erlesenen Köstlichkeiten der Stadt enthielt. Und so ging es Jahr für Jahr. Der Drache erfüllte seine Pflicht und konnte die restliche Zeit in Ruhe auf seinem gigantischen Schatz liegen – eben gerade so, wie man es von Drachen erwartete. Bis zu diesem einen Tag im Winter. Der Ritter stapfte im Schnee hinauf zur Drachenhöhle. Das tat er einmal im Quartal, um gegen den Drachen zu kämpfen. Denn auch wenn keine Jungfrau mehr zu retten war, so gab es doch auch für Ritter gewisse Pflichten, die es zu erfüllen galt. Er hatte es mit seinem Drachen recht gut erwischt, denn er verzichtete darauf, ihn mit seinem heißen Feueratem zu Asche zu verbrennen. Stattdessen ließ er sich zwei Hiebe mit dem Schwert verpassen, bevor der Drache ihm einen Schubs gab und er den Hang hinunter in die Stadt kugelte. Die blauen Flecken, die er sich dabei zuzog, vergingen meist nach ein paar Tagen und er konnte wieder wie gewohnt seinen Geschäften nachgehen, bevor er im nächsten Quartal wieder in den Kampf zog. An diesem Wintertag war allerdings etwas anders. Normalerweise wurde er schon von weitem mit lautem Gebrüll begrüßt. Dieses Mal jedoch blieb es ruhig. Das war seltsam, stand doch der Termin ihres Kampfes schon seit Wochen fest. Und noch nie hatte der Drache es versäumt, seine Pflicht zu tun. Endlich erreicht er die Höhle. Sonst wurde er von dem Untier bereits flügelschlagend und feuerspeiend begrüßt. Jetzt stand der Ritter mutterseelenallein vor der Höhle und hatte keine Ahnung, was er tun sollte. „Hallo?“, brachte er zaghaft hervor. Doch dann besann er sich seiner Pflichten, räusperte sich und rief mit fester Stimme: „Komme heraus aus deiner Höhle, schrecklicher Drache. Die Tage deiner Schreckensherrschaft sind gezählt!“ Das klang doch ganz gut, dachte der Ritter. Es war zwar zweimal „schrecklich“ drin, aber für das erste Mal, war die Ansprache doch ganz passabel. Leider zeigte sie keine Wirkung. Er schlug mit dem Schwert ein paar Mal gegen sein Schild, was ein tiefes „Dong, Dong, Dong“ verursachte. Auch das bewirkte nichts. So stand der Ritter allein im Schnee und kam sich ein wenig dumm vor. Was wohl los war? War der Drache im Urlaub und hatte vergessen, es ihm mitzuteilen? Aber das Bewachen eines riesigen Goldschatzes war nicht unbedingt eine Tätigkeit, die es erlaubte, sich frei zu nehmen. Andererseits kam es ihm ungerecht vor, dass Drachen kein Recht auf Ferien haben sollten. Vielleicht hatte er eine Urlaubsvertretung. Eventuell vertrat ihn ein junger Drache, der den Termin einfach verbummelt hatte. Plötzlich bekam der Ritter ein mulmiges Gefühl. Junge Drachen neigten dazu, heißspornig zu sein. Und er hatte es inzwischen doch recht zu schätzen gelernt, nicht zu einem Häufchen Asche verbrannt zu werden. Aber es half nichts. Er hatte nun mal eine Aufgabe zu erfüllen. ––> Mutig begibt sich der Ritter in die Höhle des Drachen. Grafik: Florian Bock

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