Perspektiven - Schule Job Karriere

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Die Diplom-Psychologin und Autorin ist der Meinung: „Mit 20 Jahren sollten Kinder auf jeden Fall raus.“ Nach der Pubertät sei ein guter Zeitpunkt, ein eigenes Leben zu führen. Den eigenen Weg finden lässt sich besser woanders „Die jungen Erwachsenen müssen ihren Weg suchen und finden, und das geht viel besser, wenn sie nicht mehr zu Hause wohnen“, sagt die Psychologin. Zu Hause würden sie sagen: „Mama, ich weiß ja sowieso, dass du dich kümmerst“, aber woanders müssten sie es selbst machen. Erziehung hat von Beginn an die Selbstständigkeit im Blick, heute mehr denn je, sagt Orientierungs-Coachin Katja von Glinowiecki. In der Regel zögen Kinder von zu Hause aus, wenn die erste Ausbildung, oft sei das die Schulzeit, abgeschlossen sei. Von selbst ergibt es sich zum Beispiel, wenn junge Leute die Zusage für einen Studienplatz aus einer anderen Stadt bekommen. Das Thema fällt also nicht völlig unvermutet vom Himmel. Trotzdem kann es ein besonderer Moment sein, es konkret anzuschneiden. „Kinder können das viel leichter ansprechen, wenn sie wissen: Die Eltern wollen, dass ich meinen eigenen Weg mache, aber gleichzeitig kann ich jederzeit kommen, wenn etwas schwierig ist“, beschreibt Elisabeth Raffauf gute Voraussetzungen. Finanzielle Aspekte im Vorfeld besprechen „Der Haken ist oft der finanzielle Aspekt“, sagt Coachin Katja von Glinowiecki. „Kann ich es mir leisten, auszuziehen? Wo kommt die Miete her? Gut ist, wenn über solche Dinge immer schon offen in der Familie gesprochen wurde.“ Das heißt, dass das Bewusstsein, was Dinge kosten und was man sich leisten kann und will, nach und nach im Alltag wächst. Dann fällt es selben Stadt? Wie gern nehmen sie Hilfe von Mama und Papa noch in Anspruch? Elisabeth Raffauf erinnert sich, dass sie ihrem Sohn angeboten habe, weiter seine Bettwäsche zu waschen. „Das war von mir wohl der Wunsch, noch etwas für ihn machen zu können“, lacht sie. „Ach Mama, lass mal“, habe der geantwortet. Letztlich habe sie sich über seine Selbstständigkeit gefreut. Wichtig sei, über so etwas reden zu können. Ganz viel richtig gemacht Wenn Kindern ein Auszug leichtfällt, dürfen Eltern ihrer Ansicht nach eines wissen: „Das ist eine Bestätigung dafür, dass sie ganz viel richtig gemacht haben. Denn Kinder können gut gehen, wenn die Bindung gut ist und sie wissen: Ich kann jederzeit nach Hause kommen, aber meine Eltern freuen sich auch, wenn es mir ohne sie gut geht.“ Christina Bachmann, dpa-tmn tun: Sich einerseits für das Angebot bedanken und gleichzeitig für sich selbst wissen: Will ich das oder gefällt mir das gar nicht?“, sagt Psychologin Raffauf. Irgendwann ist es dann so weit: Das Kind ist aus dem Nest heraus. „Für die Eltern ist das Loslassen meist schwieriger als für das Kind“, sagt Katja von Glinowiecki. Das darf man sich auch ruhig eingestehen. „Viele Eltern sind gleichzeitig irgendwie traurig und auch froh“, beobachtet Elisabeth Raffauf. „Diese Ambivalenz ist normal.“ Ein Lebensabschnitt geht zu Ende, aber etwas Neues fängt an – nicht nur für das Kind, auch Eltern können die entstehenden Freiräume neu füllen. Hilfe wird abgelehnt? Zeichen der Selbstständigkeit Wie sich das Miteinander von Eltern und ausgezogenem Nachwuchs weiter gestaltet, hängt von vielen Faktoren ab: Wohnen Sohn oder Tochter noch in dersen in diesem Prozess, ist meine Erfahrung, dass es nicht zu Konfliktsituationen kommen muss“, sagt OrientierungsCoachin von Glinowiecki. „Wichtig ist, von beiden Seiten neutral draufzuschauen“, so ihre Erfahrung. „Da hilft es, bei einem Gespräch noch einen Dritten dabei zu haben, das kann auch jemand aus der Familie oder ein Freund sein.“ Sich auf den eigenen Geschmack verlassen Offen und ehrlich reden ist auch das A und O, wenn es an die Einrichtung des eigenen WG-Zimmers oder der kleinen Wohnung geht. Eltern müssen akzeptieren, wenn das Kind nicht den ausrangierten Tisch von Tante Trude in der Küche stehen haben will. Die jungen Erwachsenen wiederum sollten Angebote aus dem Familien- und Bekanntenkreis durchaus wertschätzen, sich aber auch auf ihren eigenen Geschmack verlassen. „Man kann zweierlei leichter, alle Möglichkeiten miteinander durchzugehen. Denn egal, ob es in eine Wohngemeinschaft oder eine eigene Wohnung gehen soll, die Eltern hängen bei der Finanzierung oft mit drin. „Es sollte um zwei Fragen gehen: Was brauchst du? Was können wir?“, sagt Elisabeth Raffauf. Haben die Eltern viel Geld, kann man die zweite Frage abwandeln in: Was halten wir für richtig? Blankoscheck sollte es keinen geben. „Wenn die Eltern blind alles zahlen, lernen die Kinder nicht wirklich, selbstständig zu werden.“ Eltern, denen das möglich ist und die gerne vorausschauend planen, haben vielleicht mit Blick auf einen Auszug schon Geld beiseitegelegt. Oder der Nachwuchs selbst hat mit Jobs etwas angespart. Nicht nur bezüglich der Finanzen ist eines tröstlich: Auszug ist ein Prozess. Vom Plan bis zur Umsetzung vergeht Zeit, in der Dinge ausgelotet und entschieden werden können. „Wenn Eltern ihre Kinder mitdenken lasZum Auszug eine Umarmung. Jetzt muss das Kind fernab von daheim seinen Weg finden. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn 29 PERSPEKTIVEN

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