Anpfiff - Das Fußballmagazin für die Region

Fußball in der Region – präsentiert von der 4 Saison 2023 / 24 | Landesliga Mitte Fußball in der Region – präsentiert von der Landesliga Mitte| Saison 2023 / 24 5 Weiden will’s wissen Landesliga Mitte: Doch speziell aus Niederbayern kommt kernige Konkurrenz Von Dirk Meier Die Saison 2023/24 in der Landesliga Mitte hätte eine ganz normale werden sollen, doch bereits vor dem ersten Pfiff hat es Unruhe gegeben. Der SV Neukirchen beim Heiligen Blut hat seine Mannschaft Anfang Juli zurückgezogen. Der Grund: Die von ausländischen Spielern geprägte Truppe aus dem Wallfahrtsort nahe der tschechischen Grenze im Landkreis Cham kann schlichtweg keine Kohle mehr für ihre Legionäre aufbringen, die sich daraufhin in alle Winde zerstreut haben. Das ist ganz bitter, denn nun geht die Gruppe Mitte erstmals seit ihrer Einführung 2012 mit nur 17 Teams an den Start. Das bedeutet, dass es zwar nur einen Direktabsteiger gibt, aber auch, dass immer eine Mannschaft spielfrei hat. Mit von der Partie sind wie bisher FC Sturm Hauzenberg, TSV Bogen, SpVgg GW Deggendorf, TSV Seebach und SpVgg Osterhofen aus Niederbayern. Neu dazu gekommen sind die SpVgg Landshut aus der Südost-Staffel und Aufsteiger SpVgg Ruhmannsfelden. Aus der Oberpfalz kommen der SV SchwandorfEttmannsdorf, ASV Burglengenfeld, TB 03 Roding, 1. FC Bad Kötzting, SpVgg Lam, FC Tegernheim und TSV KarethLappersdorf. Nach nur einem Jahr Bayernliga hat es die SpVgg SV Weiden wieder heruntergespült. Aufsteiger aus der Oberpfalz sind der SC Luhe-Wildenau (2002 abgestiegen) und der TB ASV Regenstauf, der nach 35 Jahren wieder Landesligist ist. Zum Favoritenkreis muss das Team aus Weiden gerechnet werden. Zwar haben die Nord-Oberpfälzer einige Kaderänderungen zu verkraften, aber finanziell ist der Traditionsclub immer oben in der Landesliga-Rangfolge anzusiedeln. Der Ex-Regionalligist hat ein tolles Umfeld mit Top-Stadion am Wasserwerk und strebt die Rückkehr in die Bayernliga an. Weiden hat zwar viele junge Kicker geholt, aber mit Spielmacher Sebastian Bauer vom TB 03 Roding auch einen bärenstarken Akteur verpflichtet. Auch der Zweite der Vorsaison, der SV SchwandorfEttmannsdorf, hat Ambitionen – die Vizemeisterschaft war der bisher größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Ettmannsdorf hat mit den früheren Bayernligaspielern Johannes Bierlmeier und Franz-Xaver Brandl (beide früher ASV Cham) zwei sehr gute Leute verpflichtet. Auch Innenverteidiger Maximilian Wolf vom Regionalligisten DJK Vilzing ist eine Verstärkung. Zudem verfügt der SCE mit Ex-Profi Wolfgang Hesl wohl über den besten Keeper der Liga. Die Schwandorfer könnten die beste Mischung aus Jung und Alt im Kader haben. Auf der Rechnung stehen auch zwei Vereine aus Niederbayern. Der TSV Seebach war „Wintermeister 2022/23“ und hat sich erneut verstärkt. Jonas Brunner aus der 4. Liga aus Vilzing ist ein besonderer Neuzugang. Auch der ehemalige Bayernliga-Akteur Christian Mühlbauer und Torjäger Patrick Pfisterer heben das Niveau. Der FC Sturm Hauzenberg vom Staffelberg ist seit Jahren eine feste Größe und mischt immer oben mit. In Lauerstellung liegt der TSV Kareth-Lappersdorf, der seit Jahren von seiner grundsoliden Jugendarbeit profitiert. Mit Christof Ostermayr ist ein Stürmer mit Bayernliga-Qualität vom ASV Cham dazugekommen. Und Aufsteiger SC Luhe-Wildenau könnte von seinem geringen Bekanntheitsgrad profitieren – also vom Überraschungseffekt. Zudem hat der Verein mit der Verpflichtung von Innenverteidiger Daniel Ettl (ASV Cham) und Angreifer Erol Özbay aus Weiden zwei starke Transfers getätigt. Hinzu kommt, dass Luhe-Wildenau mit Nico Argauer (25) über einen Stürmer verfügt, der in der Vorsaison mit 26 Toren in 30 Begegnungen großen Anteil an der Meisterschaft hatte. Beide Clubs, Kareth und Luhe, sind so etwas wie Geheimfavoriten. Schwierig dürfte es für die beiden Neulinge TB ASV Regenstauf und SpVgg Ruhmannsfelden werden. Auch die SpVgg Osterhofen, die im Vorjahr einen Komplett-Umbruch zu verkraften hatte, hat mit Hannes Hobelsberger, Asllan Shalaj und Denis Sharankov fast die komplette Offensive verloren. Nach jetzigem Stand müssen die Herzogstädter gegen den Abstieg spielen. Das gilt auch für die SpVgg GW Deggendorf: „Wir können uns nicht so viel leisten wie andere Landesligisten, weil unsere finanziellen Mittel begrenzt sind“, sagt der Deggendorfer Sportkoordinator Andreas Schäfer. Die Grün-Weißen setzen großteils auf den eigenen Nachwuchs, haben mit Dominik Schmöller und Michael Faber zwei Akteure zu gleichberechtigten Spielertrainern erhoben. Der 1. FC Bad Kötzting sorgte im Frühjahr für Wirbel, musste doch die FußballGmbH einen vorläufigen Insolvenzantrag stellen, weil der Hauptsponsor seine Zahlungen eingestellt hat. Dennoch wurden die Bayerwälder Dritter, haben aber mit Ivan Milicevic, Jakub Süsser und Mittelfeldantreiber Miroslav Spirek, der zur SpVgg Lam wechselte, drei Topleute verloren. Dennoch sollte das Team vom Roten Steg einen Mittelfeldplatz belegen können. Gespannt darf man auch sein, welche Rolle die SpVgg Landshut in der neuen Umgebung spielen wird. VOLLE KRAFT VORAUS: SVL-Kapitän Alex Hagl (am Ball) und seine schwarz-weißen Teamkollegen gehen ab der Saison 23/24 in der Mitte-Staffel auf Punktejagd. Foto: Norbert Herrmann „Freue mich auf meine neue Aufgabe“ Interview mit Kevin Pino Tellez, seit zwei Wochen Spielertrainer bei der SpVgg Landshut Herr Pino Tellez, die SpVgg Landshut kickt wieder in der Landesliga Mitte – und neuerdings unter ihrem Kommando. Mit welchen Erwartungen und welcher Philosophie gehen Sie ins neue Spieljahr? Kevin Pino Te l l ez : Ich freue mich auf meine neue Aufgabe als Trainer. Mein Ziel ist es, auf das Fundament aufzubauen und zusammen als Team die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Zudem möchte ich gemeinsam mit den Jungs die einzelnen Potenziale fördern und in das Spielsystem integrieren. In der Gruppe Mitte betritt die SVL Neuland, die Konkurrenz ist auch Ihnen weitgehend unbekannt. Wen sehen Sie rein gefühlsmäßig als Favoriten für die Meisterschaft und den Aufstieg? Pino Te l l ez : Bayernligaabsteiger Weiden zählt sicher zum Favoritenkreis. Auch Bad Kötzting, Seebach, Hauzenberg und Schwandorf werden eine gute Rolle spielen. Mit Stefan Alschinger und dem vielseitig einsetzbaren Robin Oswald haben bewährte Kräfte den Verein verlassen. Wie schätzen Sie die Spielstärke des Kaders ein? Pino Te l l ez : Natürlich sind durch den Abgang dieser beiden Jungs wichtige Stützen verloren gegangen. Es kamen aber vielversprechende Neuzugänge, die sich bislang gut geschlagen und einen positiven Eindruck hinterlassen haben. Wir sind somit nochmals breiter aufgestellt. Die Zuschauerzahlen im ebm-papst-Stadion stagnierten zuletzt – für Stimmung sorgten zumeist nur der Fanclub „Krawallbrüder“ und oftmals die Schlachtenbummler des Gegners. Pino Te l l ez : Das stimmt leider. Vielleicht findet aber zum Saisonstart gegen Kareth-Lappersdorf der eine oder andere Gast der Landshuter Hochzeit noch vorher den Weg zu uns ins Stadion. Wir würden uns auf jeden Fall freuen, wenn wir neben unserem Fanclub auch noch viele weitere Zuschauer begrüßen könnten. Die Publikumsunterstützung könnte uns zusätzlichen Auftrieb verleihen. Immer wieder ist zu hören, dass der Anspruch eines Vereins wie die SpVgg Landshut die Bayernliga sein muss. Ist ein Aufstieg baldmöglichst zu realisieren? Pino Te l l ez : Von den Bedingungen her ist die SpVgg Landshut absolut kein Landesligist. Der Verein geht jedoch vordringlich den Weg, den eigenen Nachwuchs weiter auszubilden und in die Herrenmannschaft zu integrieren. Langfristig möchten wir uns dennoch in der Bayernliga wiederfinden. Mit Kevin Pino Tellez sprach Norbert Herrmann. BOCK AUF MEHR: „Von den Bedingungen her ist die ,Spiele‘ absolut kein Landesligist“, ,sagt Pino Tellez. Foto: Herrmann KLEINFELDTORE+HANDBALLTORE+HOCKEYTORE FUSSBALLTORE + BALLFANGZAUN Nicht verschweißt Einzigartige Eckverbinder Durchgehende Quertraversen www.jobratore.de | 84056 Rottenburg | Tel.: +49 8781 2035300 Verlagsbeilage der Mediengruppe Attenkofer am 21. Juli 2023 Auflage: ca. 50.100 Exemplare Redaktion/Layout: Michael Selmeier Titelfoto: Erhard Zettl Titel/Grafik: Miriam Ottinger, Kerstin Geiger Anzeigen: Michael Kusch, Gesamtanzeigenleitung Thomas Gedeck, Anzeigenleitung Margot Schmid, Verkaufsleitung Verkaufsteam der Mediengruppe Druck und Verlag: Cl. Attenkofer´sche Buch- und Kunstdruckerei, Verlag des Straubinger Tagblatts IMPRESSUM Anpfiff Das Fußball- Magazin für die Region

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