Anpfiff - Das Fußballmagazin für die Region

14 Fußball in der Region – präsentiert von der Saison 2023 / 24 | Bezirksliga West Fußball in der Region – präsentiert von der 15 Saison 2023 / 24 Flexible Konzepte Kreisjugendleiter Engelbert Zauner über Entwicklungen im Nachwuchs und den Minifußball Von Armin Licina Die Jugend von heute ist die Zukunft von morgen. Eine Aussage, die auch im Fußball ihre Berechtigung findet. Unter anderem deshalb steht Nachwuchsarbeit beim Bayerischen Fußball-Verband (BFV) weit oben auf der Prioritätenliste. Mit verschiedenen Projekten und Strategien versuchen die Verantwortlichen vor allem bei den kleinsten Kickern den Sport und den Spaß in den Vordergrund zu stellen und Leistungsdruck nicht zu früh entstehen zu lassen. Um den gesteckten Ansprüchen gerecht zu werden, wird das bereits in verschiedenen Regionen getestete Pilotprojekt „Minifußball“ ab der Spielzeit 2024/25 fest etabliert. Kreisjugendleiter Engelbert Zauner, der obendrein auch die Funktion als KreisMinifußball-Beauftragter innehat, sieht in der neuen Spielform viele Vorteile: „In ganz jungen Jahren sind die meisten noch etwas überfordert. Viele Kinder haben wenige Ballkontakte und zum Teil kaum Spielzeit. Mit dem Format wollen wir Spielfreude und Erfolgserlebnisse bei den Kindern schaffen, damit sie unserem Sport lange erhalten bleiben.“ Dabei soll sich die Spielform an den Fähigkeiten der jeweiligen Mannschaft orientieren. Ob nun drei gegen drei auf jeweils zwei Tore, vier gegen vier oder fünf gegen fünf: Mit dem flexiblen Konzept „soll vermieden werden, dass die Kinder in eine Spielform gepresst werden, die ihren Fähigkeiten noch nicht entspricht“, sagt Zauner. Darin sieht der Kreisjugendleiter auch die Angst bei vielen Clubs: „Das bedeutet für viele Vereine mehr Verantwortung, weil sie selbst entscheiden müssen, wie weit ihre Mannschaft ist und welche Spielform am besten passt.“ Momentan blickt Zauner relativ optimistisch in die Zukunft des niederbayerischen Nachwuchsfußballs. Im vergangenen Jahr sei kein großer Verlust an Mannschaften festzustellen gewesen. Überdies blieb die Zahl an aktiven Spielern in fast allen Jahrgängen sehr stabil. Bei den C-Junioren überlege man sogar auf Wunsch von einigen Vereinsvertretern, die Kreisklasse wieder einzuführen. Trotzdem seien laut Engelbert Zauner auch einige Trends zu erkennen: „Viele können ihre Mannschaft nicht melden, da schlichtweg die Betreuer fehlen. Das ist eine fortschreitende Entwicklung, die ein großes Problem darstellt.“ Außerdem gehe er davon aus, dass die Anzahl an Spielgemeinschaften auch im Jugendbereich zunehmen wird, da dies vor allem die Organisation für die Clubs erleichtert. Eine besorgniserregende Entwicklung sei außerdem die zunehmend aggressive Haltung der Eltern aber auch der Spieler gegenüber den Schiedsrichtern. Deshalb brennt dem Kreisjugendleiter eine Sache besonders auf der Seele: „Die Hemmschwelle ist vor allem nach der Corona-Pandemie sowohl bei den Eltern als auch bei den Kindern etwas runtergegangen“, betont Engelbert Zauner: „Man sollte bei allem Ehrgeiz nicht vergessen: Es ist Sport – die schönste Nebensache der Welt.“ Wie wahr! ELANVOLL AM BALL: Die Zahl der aktiven Spieler ist in fast allen Jahrgängen sehr stabil – gut möglich, dass bei den C-Junioren wieder eine Kreisklasse installiert wird. Foto: Norbert Herrmann „Hervorragende Trainingsbedingungen“ TVA-Coach Holger Götz ist schon ganz gespannt auf die Atmosphäre in der „Sommerau“ Herr Götz, worin unterscheidet sich Ihre neue Aufgabe beim TV Aiglsbach am meisten vom Traineramt bei der DJK Altdorf? Holger Götz : Wenn ich nach einem Jahr Pause auf die Spielzeit in Altdorf zurückdenke, erinnere ich mich vor allem an eine schwierige Saison mit dem Wunder des Klassenerhalts in der Rückrunde. In Aiglsbach ist es eine ganz andere Ausgangslage: Man muss nicht von Anfang an darauf eingestellt sein, eine auf den Deckel zu kriegen. Ich freue mich, mich mal wieder darauf einstellen zu können, mehr Spiele zu gewinnen als zu verlieren. Mal Hand aufs Herz: Worin besteht für Sie als Großstädter die größte Herausforderung bei der Übernahme eines Dorfvereins? Götz : Der Unterschied ist gar nicht so groß, wie man denkt. Letztlich bleibt die Anzahl der festen Ansprechpartner immer recht gering. Überrascht war ich von dem hervorragenden Rahmen in Aiglsbach. Die Trainingsbedingungen sind hervorragend und die Ausrüstung ist sehr, sehr gut. Der größte Unterschied wird für mich wohl sein, dass in Aiglsbach mehr Zuschauer da sein sollen. In Dingolfing hatten wir wenig Publikum, ich bin gespannt, wie es sich hier verhält. Was können Sie als „großes Ziel“ für den TV Aiglsbach definieren? Götz : Eine sorgenfreie Saison. Wenig Verletzte, eine zufriedene Mannschaft, ein Team, das sich an mich als Trainer gut gewöhnen kann. Wenn es nur Grund zum bayerischen Granteln und nicht zum echten Schimpfen gibt, wäre ich schon glücklich. Mit Holger Götz sprach Corinna Kellermann. GUT GELAUNT: Holger Götz ist neuer Coach in Aiglsbach. Dünne Personaldecke Gute Stimmung beim TV Aiglsbach – obschon die Vorzeichen nicht die besten sind Von Corinna Kellermann Mit neuem Trainer, viel sportlichem Potenzial und trotz eines schmalen Kaders möchte der TV Aiglsbach auch in der kommenden Saison Akzente setzen. Die Richtung wird Holger Götz als Chefcoach vorgeben. Er löst Michael Wittmann ab, der sich als Bezirksliga-Vierter aus der „Sommerau“ verabschiedete. Die Stimmung bei den Hallertauern ist gut, auch wenn die Vorzeichen für die kommende Bezirksligarunde nicht die besten sind. „Es ist sehr untypisch, dass eine Mannschaft in einer relativ hohen Spielklasse so einen dünnen Kader hat“, beschreibt Götz die wohl größte Schwäche des TVA – und fügt im selben Atemzug hinzu: „Mit Ausfällen muss man ja auch immer rechnen, das wird dann schon eine große Herausforderung.“ Besonders hart trifft die Hallertauer der Abschied von den beiden Leistungsträgern André Bräuning (TV Münchsmünster) und Stefan Liebler (FC Mindelstetten). Aber auch, dass sie auf Andreas Schmidt verzichten müssen. Der Stammtorwart verletzte sich schwer am Sprunggelenk und fällt erst einmal aus. „Wir waren erleichtert, als wir von Markus Lindauer die Zusage bekommen hatten“, berichtet Götz. Der neue Keeper in der „Sommerau“ wechselte von Kreisklassist TSV Baar-Ebenhausen nach Aiglsbach. Auch die beiden anderen Zugänge, Sebastian Rauch (SV Irsching-Knodorf) und Mike Schmal (SV Eitensheim) kommen aus unteren Klassen zum TVA. „Inwieweit wir zusätzlich die Spieler aus der eigenen Jugend einsetzen können, ist noch unklar“, erklärt Götz die Situation der WeißGrünen. Förderung werden Bastian Linseisen und Lukas Reith freilich auf jeden Fall durch ihn erfahren – schließlich war Götz von 2012 bis 2023 als DFB-Stützpunkttrainer mit Jugendelitelizenz in Dingolfing tätig. Obwohl ihm der Abschied von diesem Lebensabschnitt durchaus schwerfällt, freut sich Holger Götz jetzt auf seine neuen Aufgaben in Aiglsbach. „Mich erinnert es immer an das berühmte kleine, gallische Dorf“, erzählt der TVAChefanweiser mit einem Schmunzeln: „Der Teamgeist und der Zusammenhalt sind etwas ganz Besonderes.“ NÄCHSTE HERAUSFORDERUNG: Der TV Aiglsbach nimmt die neue Bezirksligarunde in Angriff. Fotos: pr TV Aiglsbach Tor: Andreas Schmidt, Markus Lindauer, Thomas Attenhauser, Benedikt Stuber. Abwehr: Josef Bergermeier, Matthias Dietenhofer, Alexander Dietrich, Florian Gröber, Felix Kuffer, Martin Meier, Sebastian Rauch, Mike Schmal, Niklas Schmidbauer, Florian Schweiger, Markus Seeber. Mittelfeld und Angriff: Paul Belousow, Daniel Bentsch, Tobias Braun, Maximilian Döring, Jonathan Klein, Sebastian Linseisen, Johannes Maier, Fabian Rasch, Andreas Schweiger, Jonas Engelmann, Manfred Gröber, Paul Helton, Simon Maier, Admir Music, Lukas Reith, Sebastian Schaubeck, Markus Schmidt, Stefan Zaha. DEUTSCHLANDS GRÖSSTER REDDY Hammerpreise mit Preisgarantie Wir schlagen jeden Mitbewerberpreis! Jetzt bestellen mit Preisgarantie bis 31. 12. 2024 KÜCHEN – HEIMBERATUNG Wir kommen auch zu Ihnen nach Hause! (kostenlos & unverbindlich) Industriestr. 18 | 84030 Landshut-Ergolding | Tel. 0871 / 97 48 28-0 Öffnungszeiten: Montag – Freitag 9:30 – 19:00 Uhr und Samstag 9:30 – 16:00 Uhr

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