Niederbayern neu gedacht 01.11.2022

8 VOM „ARMENHAUS“ ZUR KRAFTKAMMER Von Stefan Klein Niederbayern hat in den vergangenen Jahrzehnten einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung genommen und sich zu einem Zentrum von Innovation und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit entwickelt. ie Wirtschaft in der Region ist wesentlich von der Automobilindustrie geprägt: Dazu gehören das europaweit größte BMW-Werk in Dingolfing, mit Abstand größter Arbeitgeber in der Region, und das weltweit größte Komponentenwerk der BMW Group in Landshut/Ergolding sowie bedeutende Zulieferbetriebe wie Dräxlmaier in Vilsbiburg. Auch zahlreiche starke mittelständische Unternehmen, beispielsweise im Maschinenbau, sorgen für Wachstum und eine hohe Beschäftigungsquote. Nicht zu vergessen „Hidden Champions“ wie Zwiesel Kristallglas; ein Unternehmen, das beispielhaft zeigt, dass sich lange Tradition und Innovationskraft keinesfalls ausschließen. Niederbayern ist nach wie vor eine sehr landwirtschaftlich geprägte Region. Sie beheimatet den größeren Teil der Hallertau – das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt, und das größte zusammenhängende Anbaugebiet für Gewürzgurken in Europa. Der Anteil der Land- und Forstwirtschaft an der Wertschöpfung und an der Zahl der Erwerbstätigen ist in Niederbayern im bayernweiten Vergleich deutlich am höchsten, allerdings auf sinkendem Niveau. Eine wichtige Rolle spielt der Tourismus im Bayerischen Wald und im bayerischen Golf- und Thermenland, beispielsweise mit Europas beliebtestem Kurort Bad Füssing. Gemeindegebietsreform und wirtschaftliche Entwicklung „Grundsätzlich dürften die Auswirkungen der Gemeindegebietsreform in Bayern auf die wirtschaftliche Entwicklung zwar schwer messbar, aber trotzdem nicht zu unterschätzen sein“, lautet die Einschätzung der Regierung von Niederbayern. D Wertschöpfung und Arbeitslosigkeit Das nominale Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich in Niederbayern von 2009 bis 2019 um 47,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote lag im Zeitraum von 2011 bis 2021, laut Industrie- und Handelskammer, trotz der in Niederbayern traditionell hohen Winterarbeitslosigkeit mit einem Mittelwert von knapp unter 3 Prozent unter dem Landes- und deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Lange Zeit waren extreme Quoten etwa im Bayerischen Wald üblich (zum Beispiel im Februar 1967 im Nebenstellen-Bezirk Waldkirchen mit 44,8 Prozent). i Hopfenfeld vor dem Turm der Pfarrkirche St. Martin in Pfeffenhausen Foto: Armin Weigel/dpa karriere.modehaus-oberpaur.de Jetzt informieren unter Servicekräfte (m/w/d) für unsere hauseigene Bar (Teilzeit 80-120Std & auf 450€ Basis) WIR SUCHEN SIE! 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WMU Bavaria GmbH · Personalabteilung · Luitpoldpark 15 84100 Niederaichbach · Telefon 08702 / 4 53 80 - 0 · www.wmu-bavaria.de HUBERT AIWANGER • Für demokratische Meinungsfreiheit, Erhalt von Tradition und Heimat! Bevormundung stoppen! • Für sichere, bezahlbare Energieversorgung statt „kalt duschen“ und Wirtschaftsruin! • Eigentum schützen, mehr Wohneigentum schaffen! • Keine erneuten Coronaschliessungen im Herbst/Winter! Keine - auch nicht einrichtungsbezogene - Impfpflicht! Kliniken stärken! • Bürger entlasten! In Zeiten von 10% Inflation 2.000 Euro/Monat (ca. Mindestlohn) steuerfrei! Rentenbesteuerung stoppen! • Wirtschaft, Mittelstand, Handwerk und Landwirtschaft stärken! Politik mit gesundem Menschenverstand! 9 Positiv zu bewerten sei die Steigerung der Wirtschaftlichkeit und Effizienz der kommunalen Verwaltungen durch die Reform. Angesichts immer komplexer werdender Aufgaben brauche es diese leistungsfähigen Verwaltungsstrukturen. Dienstleistungen wie die Ausweisung von gewerblichen Baugebieten seien höchst anspruchsvolle Aufgaben geworden, die – nicht immer, aber meistens – von größeren Kommunen mit entsprechenden Spezialisten schneller, kompetenter und damit rechtssicherer umgesetzt werden können. „Genau diese wirtschaftsnahen Leistungen benötigen die Betriebe; sie bilden die Voraussetzungen, dass sich Niederbayern im nationalen und internationalen Standortwettbewerb behaupten kann“, so die Regierung. Kinderbetreuung, Schulen, Wohnungen und ein attraktives kulturelles Angebot seien weitere kommunale Leistungen, die als weiche Standortkriterien für die Wirtschaft von hoher Bedeutung sind. Leistungsfähige Kommunalverwaltungen seien damit ein nicht zu unterschätzender Standortfaktor. Die positive wirtschaftliche Entwicklung Bayerns, und damit auch Niederbayerns, seit 1972 sei damit zu einem gewissen Teil auch auf die Gemeindegebietsreform zurückzuführen. BMW Werk in Dingolfing Mit der Übernahme der Hans Glas GmbH 1967 durch den bis dahin im Wesentlichen Münchner Autobauer BMW begann die Geschichte von Dingolfing als „BMW-Stadt“ und die Expansion von BMW. 1973 wurde das neu gebaute Werk in Betrieb genommen. Seitdem liefen mehr als elf Millionen Fahrzeuge in Dingolfing vom Band. Noch heute ist das Werk in Dingolfing das größte Fahrzeugwerk der BMW Group in Europa. Knapp 245 000 BMWs liefen im Jahr 2021 von den Montagebändern. Insgesamt zählt der Standort rund 17000 Mitarbeiter und über 850 Auszubildende. Damit ist das Werk nicht nur mit Abstand größter Arbeitgeber in der Region, sondern auch eines der größten Industrie- und Ausbildungsbetriebe des Landes. i Wie überall in Deutschland hat im Zuge des Strukturwandels auch in Niederbayern der Dienstleistungssektor seit den 1970ern stetig an Bedeutung gewonnen. Mittlerweile sind etwa zwei Drittel aller Erwerbstätigen in Niederbayern in diesem Sektor tätig. Dessen Anteil an der Bruttowertschöpfung belief sich 2019 auf 57,4 Prozent (40,5 Prozent Produktion und 2,1 Prozent die Landund Forstwirtschaft). Für ganz Bayern lagen diese Anteile bei 66,6 Prozent Dienstleistungen, 32,6 Prozent Produktion und 0,8 Prozent Land- und Forstwirtschaft. i Luftbild vom BMW Group Automobilwerk 02.40 in Dingolfing, Foto: BMW Group Werk Dingolfing

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