Landshuter Stadtmagazin - September 2022

Hündin von Solveig Kobes, kennt das Ritual in- und auswendig: Zuerst wird ihr das Geschirr angelegt, dann hakt die Hundeführerin die Leine ein und lässt sie kurz an einem Gegenstand schnuppern, den die Person, in dem Fall Lukas, möglichst kurz vor dem Verschwinden noch angefasst hat, erklärt Kobes. Diesen Geruch merkt sich Yuma, damit sie die Suche nach der „vermissten“ Person aufnehmen kann. Während der Suche orientiert sie sich an dem Geruch der Hautschuppen. Denn jeder Mensch verliert regelmäßig alte Hautschuppen. Pro Minute sind das etwa 40000 Zellen. „Sobald sie am Boden sind, werden sie von den Bakterien verstoffwechselt“, sagt Kobes. „Und diesem individuellen Geruch folgt der Hund beim Mantrailing.“ OHNE UMWEGE: YUMA FOLGT DER FRISCHEN SPUR „Go!“, ist das Startsignal für Yuma. Sie nimmt den Individualgeruch von Lukas auf. Solveig Kobes muss sehr fein mit der Leine umgehen. Sie darf nicht zu schroff daran ziehen, sonst könnte sie die Richtung, die der Hund einschlagen will, beeinflussen. Oder „einen Schritt zu viel, und ich drücke den Hund vielleicht in eine Straße, wo er gar nicht hinein will“, sagt Kobes. Das störe und beeinflusse den Hund sehr stark. Kobes muss unbedarft in die Situation gehen und ihrem Hund vertrauen. Trotzdem 32 | Verein / Hilfsorganisation Fotos: © Christoph Reich

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