50 Jahre Landkreis Straubing-Bogen

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Sie hatte einen Meistertitel in ländlicher Hauswirtschaft, sechs Kinder und war 16 Jahre lang Landtagsabgeordnete, außerdem hat sie den ersten Landfrauenchor gegründet. Nicht nur wegen dieser Leistungen wurde Ida Krinner der Titel der Ehrenlandesbäuerin verliehen. Krinner ist auf dem elterlichen Bauernhof in Hadersbach (Stadt Geiselhöring) aufgewachsen, welchen sie als Erwachsene übernommen hat. 46 Jahre lang hat sie in der bäuerlichen Berufsvertretung gearbeitet und sich insbesondere für die Fort- und Weiterbildung der Landfrauen eingesetzt. Zunächst war sie als Ortsbäuerin, ab 1965 als Kreisbäuerin, ab 1972 als Bezirksund schließlich ab 1987 als Landesbäuerin tätig. Mit Leidenschaft war sie den Landfrauen, selbst nachdem sie im Jahr 1995 ihre Ämter niedergelegt hatte, bis zu ihrem Tod im Jahr 2001 immer eine große Hilfe. Als Kreisbäuerin hat sie unter anderem Ausflüge mit den Landfrauen organisiert. Die gibt es heute noch. „Wir unternehmen jedes Jahr eine Ortsbäuerinnenlehrfahrt“, erzählt Claudia Erndl aus Feldkirchen. „Vor Corona sind wir auch nach Berlin zur Grünen Woche gefahren.“ Erndl führt das Amt der Kreisbäuerin heute aus. Sie ist als Quereinsteigerin zur Landwirtschaft gekommen. „Dann habe ich mich in einen Landwirt verliebt – er ist heute mein Mann.“ Es habe nicht lange gedauert, bis sie Bäuerin aus Überzeugung war, sagt die gelernte Bauzeichnerin. Zu ihren Aufgaben als Kreisbäuerin gehört – wie bereits zu Ida Krinners Zeiten – Bastel- und Backkurse zu veranstalten und Spendenaktionen für Menschen in Not zu organisieren. In dem Artikel über die Jahresversammlung der Ortsbäuerinnen aus dem Jahr 1977 ist zu lesen, dass Krinner es bedauert habe, dass die angebotenen Rhetorikkurse zu wenige Besucher anlockten. „Dabei müsse eine Ortsbäuerin immer wieder auf irgendeiner Versammlung sprechen und es sei sicher nur nützlich, wenn sie ein paar Tipps bekomme, wie sie sich besser verständlich machen und ihre Zuhörer für ein bestimmtes Thema interessieren könne“, heißt es weiter. Solche Schulungen würden nach wie vor angeboten, weil das Thema noch immer sehr wichtig sei, bestätigt Erndl. „Außerdem gibt es inzwischen Präventionskurse, zum Beispiel eine Rückenschule.“ Das Angebot werde immer wieder an die Gegebenheiten der Zeit angepasst. Das Wichtigste sei es für eine Kreisbäuerin – damals wie heute –, die Landfrauenaktivitäten zu unterstützen und die Traditionen im ländlichen Raum zu erhalten, sagt Erndl. Auch sei die Vermittlung von Wissen ein wesentlicher Bestandteil der Aufgabe. Seit 20 Jahren gebe es bereits die Aktion „Landfrauen machen Schule“, früher bekannt als „Schule fürs Leben“. Dabei besuchen die Landfrauen zusammen mit einer Ernährungsfachfrau die Schulen im Landkreis, um den Kindern aufzuzeigen, was eine gesunde Ernährungsweise ausmacht und wo die alltäglichen Lebensmittel herkommen. „Ich finde, das Thema ist wichtiger denn je.“ Das mangelnde Selbstbewusstsein bei den Landfrauen, das Ida Krinner umgetrieben hat, sei noch immer ein Thema, findet Claudia Erndl. „Das dürfte noch mehr werden.“ Doch der Auslöser für den Mangel an Selbstwertgefühl komme aus der Gesellschaft. „Viele Leute sagen ja, dass wir nur Kuchen backen können. Dabei sind wir echte Allrounderinnen.“ Denn Kinderbetreuung und die Arbeit auf dem Feld seien nur zwei Aspekte, in denen die Talente der Bäuerinnen auch außerhalb der Küche sichtbar werden. „Natürlich darf man auch mal unsicher sein, aber alles in allem können wir stolz sein auf das, was wir können.“ Denn wenn man sich selbstbewusst zeige, könne man auch erreichen, dass die eigene Arbeit und die daraus resultierenden Lebensmittel mehr wertgeschätzt werden. Der politische Einfluss der Bäuerinnen auf die Agrarpolitik ist, was sich seit der Gebietsreform am meisten verändert hat, so Erndl. „Früher hatten die Frauen zwar auch schon etwas mitzureden, aber jetzt werden wir viel mehr eingebunden.“ Als Beispiele nennt sie die Gap-Reformen (Reformen zur gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union, Anm. d. Red.) und die roten Gebiete. „Es wird heutzutage erwartet, dass wir bei Veranstaltungen Rede und Antwort stehen können. Das wird erwartet.“ Doch gerade das Auskunft geben und Helfen sei es, was die Rolle als Kreisbäuerin so attraktiv macht, sagt Erndl. „Der Zusammenhalt und der soziale Aspekt geben einem so viel zurück. Das ist immer wieder wie stiller Applaus.“ Ida Krinner Archivfoto: Landkreisredaktion Claudia Erndl Foto: Claudia Erndl 46 Jahre lang für die Fort- und Weiterbildung der Landfrauen eingesetzt „Die Traditionen im ländlichen Raum zu erhalten“ Der politische Einfluss ist seit der Gebietsreform mehr geworden 6 50 Jahre Landkreis Straubing-Bogen

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