50 Jahre Landkreis Straubing-Bogen

Ihr mAKLEr Raphael Bast Immobilienfachwirt 09421-2754 • r.bast@vilsmeier.de Aktuelle Angebote KostEnfrEIE ImmobILIEn bEwErtung GEME I NDE PA RKS T E T T EN Schulstraße 3 • 94365 Parkstetten Telefon: 09421/9933 - 0 • Fax: 09421/9933 - 21 E-Mail: gemeinde@parkstetten.de • Internet: www.parkstetten.de Die Gemeinde Parkstetten gratuliert zum 50. Jubiläum STADT & LAND, HAND IN HAND. WIR GRATULIEREN ZUM 50-JÄHRIGEN JUBILÄUM. Die „Keimzelle“ des Urlaubslandkreises Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig im Kreis. Begonnen hat diese Erfolgsgeschichte vor 70 Jahren, als sich in Sankt Englmar nach dem Bau des ersten Skilifts der Wintersport entwickelte Von Andrea Prechtl Ein wahrer Bettenboom hat in den Siebziger Jahren in Sankt Englmar eingesetzt: Zur Zeit, als der heutige Landkreis gebildet wurde, war die Gemeinde bereits als Wintersportort etabliert. Mit dem Skifahren im Bergdorf hat der Tourismus in der heutigen Urlaubsregion begonnen. Vor 70 Jahren wurde der erste Skilift in Betrieb genommen, das Pröller-Skidreieck ist 55 Jahre alt. Die Doppelliftanlage am Predigtstuhl entstand wie der Landkreis im Jahr 1972. Sie war damals eine der größten Wintersportattraktionen. Zwischen 1959 und 1973 gingen insgesamt 13 Skilifte, davon sechs mit Flutlichtanlagen, in Betrieb – zu einer Zeit, als noch nicht einmal alle Anwesen im Ort elektrifiziert waren: Die Englmarer wussten, was ihnen wichtig war. „Goldsteig“-Südroute Ein Großteil der Betten entstand im Ortsteil Predigtstuhl, was bis heute an der für die 70er Jahre typischen Architektur erkennbar ist. Später, in den 80er Jahren, entstand ebenfalls in diesem Ortsteil auch der Betrieb, der später das erste spezialisierte Wellnesshotel im Bayerischen Wald werden sollte und somit ebenfalls im Tourismus Pionierarbeit leistete. Der Winter ist schon lange nicht mehr die einzige Jahreszeit, zu der es Urlauber verstärkt in die Region zieht. Das Wandern ist seit vielen Jahren wieder „in“, nicht zuletzt hat die Entwicklung des GoldsteigWeges dazu beigetragen; er besteht seit 15 Jahren, seine Südroute verläuft durch den Kreis StraubingBogen. – Auch unter Mountainbikefahrern hat die Urlaubsregion einen hervorragenden Ruf. Karriere eines Ex-Skihanges Gemeindlicherseits wurde die sommerliche Attraktivität von Sankt Englmar in den 90er Jahren durch die Anlage des Kurparkareals mit Erlebnishof gesteigert, gleichzeitig entstanden ambitionierte Projekte von Privatunternehmern. Was einst als schlichte Rodelbahn auf einem ehemaligen Skihang begann, ist inzwischen ein großer Freizeitpark geworden, genauso locken ein Waldwipfelweg und ein Mitmach-Museum. Ein weiterer Freizeitpark ist in Neukirchen entstanden, das ebenfalls zur Urlaubsregion Sankt Englmar gehört. Sieben Orte sind zu dieser Region zusammengeschlossen. Der touristisch bedeutendste ist Sankt Englmar. Außerdem dabei sind Haibach/Elisabethszell, Konzell, Neukirchen, Perasdorf, Rattenberg und Schwarzach. Dass die Bedeutung des Tourismussektors für das wirtschaftliche Wohl und Wehe im Landkreis nicht zu vernachlässigen ist, betont Landrat Josef Laumer gerne – denn oft werde diese Tatsache ein wenig übersehen. Die Coronapandemie hat gerade dieser Branche das Leben phasenweise sehr schwer gemacht, doch nun ist man, wie bei der Tourismusversammlung in Sankt Englmar im April zu hören war, wieder auf dem aufsteigenden Ast. – In einer Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Entwicklung im Jahr 2019, also noch gerade vor der Pandemie, hat Tourismusreferentin Birgit von Byern über die beträchtliche Wertschöpfung durch den Tourismus im Landkreis gesprochen; von mehr als 95 Millionen Euro Bruttoumsatz durch Übernachtungs- wie Tagesgäste war da die Rede. Und: „Es hängen ja noch weitere Branchen davon ab.“ Wohnortnahe Arbeitsplätze Arbeitsplätze im Tourismus seien zudem Arbeitsplätze, die zum einen wohnortnah seien und zum anderen nicht ins Ausland verlegt werden könnten. Auf zehn Betten kommen Birgit von Byerns zufolge rund zwei Beschäftigte. – Als wegen Corona Auslandsurlaube nicht möglich waren, Reisen innerhalb Deutschlands aber schon, haben etliche Menschen den Bayerischen Wald wieder als Urlaubsziel entdeckt; wem es hier gefallen hat, der kommt vielleicht irgendwann erneut. Was dabei schon vor Corona galt: Die meisten Urlauber im Bayerischen Wald reisen nicht etwa aus dem Ausland an, sondern aus den anderen Regionen Bayerns oder aus den angrenzenden Bundesländern. Darunter sind viele Großstädter – für die der Erwerb des Führerscheins und der Besitz eines Autos an Bedeutung verlieren. Wichtiges Zukunftsprojekt daher: in den öffentlichen Personennahverkehr investieren, gerade mit Blick auf den Tourismus. Künftig Tourismusbuslinie An diesem Thema ist der Landkreis dran: Der neue Nahverkehrsplan sieht eine Tourismusbuslinie mit dichtem Takt in die Urlaubsregion vor. Zunächst ist im Winter erstmals ein Skibus verkehrt, der die Gemeinde Sankt Englmar an Viechtach anbindet und durch seine Linienführung auch die Englmarer Ortsteile verknüpft. Dieser Bus hat eine Fortsetzung erfahren: Derzeit fährt er als Wanderbus. Durch ihn ist Sankt Englmar auch an die Bahnstrecke Viechtach-Gotteszell angebunden, ein Gebiet, das als „Bayerisch Kanada“ bekannt ist. Eine Wanderin auf dem „Goldsteig“, der durch den Landkreis führt. Dank hochwertiger Wege wie diesem erfreut sich das Wandern großer Beliebtheit. Foto: Andrea Prechtl So könnten die allerersten Skifahrer durch Sankt Englmar marschiert sein: ein Bild vom „Nostalgieskifahren“, mit dem die Gemeinde regelmäßig alte Zeiten wieder aufleben lässt. Mit demWintersport hat die Entwicklung als Tourismusort begonnen – allerdings „erst“ vor 70 Jahren, als der erste Skilift gebaut wurde. Foto: Melanie Haimerl Vor Jahrzehnten gab es in Grün die erste Rodelbahn, inzwischen existiert dort ein großes Freizeitanlagen-Gelände. Eine der jüngeren Ergänzungen ist die Motorikwiese, die hier von den Ehrengästen eingeweiht wird. Foto: Franz-Xaver Six 10 50 Jahre Landkreis Straubing-Bogen

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