Tag des Schlafes

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Doch nicht nur das: Hohe Luft- feuchtigkeit und hohe Temperatu- ren sorgen auch für unschöne Schweißflecken im Bett. Mit luftigen Textilien lässt sich das eigene Schlaflager allerdings auch ohne Klimaanlage gut an den Sommer anpassen. „Bei der Bettwä- sche sind leichte Stoffe, die die Feuchtigkeit gut heraustransportie- ren, geeignet“, sagt Marc Böhle, Präsident des Verbandes der Bet- tenfachgeschäfte. „Je leichter der Stoff, desto besser.“ Baumwolle und Leinen sind gut geeignet Böhle empfiehlt also Baumwolle oder Leinen. „Baumwolle hat eine gute Feuchtigkeitsaufnahme und Leinen sogar eine kühlende Wir- kung für die Haut, deshalb wird es in den Tropen so viel getragen.“ Bei den Baumwollgeweben seien Perkal oder Batist besonders luftdurchläs- sig. Eine Empfehlung Böhles sind Be- züge aus Seersucker, einem leicht welligen Gewebe. „Der große Vor- teil davon ist, dass die Bettwäsche leicht ist und bügelfrei.“ Nicht ge- eignet für Sommernächte seien da- gegen schwere Bettbezüge aus Bi- ber, Jersey, Flanell oder Mikrofaser. Auch Satin sei dichter als andere Gewebe. Auf die Informationen des Herstellers achten Wer nicht ins Schwitzen kommen möchte, sollte auf eine gute Qualität achten, rät Böhle: „Je feiner die Garne, desto leichter und feiner auch die Bettwäsche.“ Preiswerte Baumwolle komme aus Indien oder Pakistan, die teuerste aus den USA. Wenn es der Haut gut tun soll, emp- fiehlt es sich also, auf die Herstel- lerinformationen zu achten. Auch bei Seersucker gebe es große Unter- schiede. „Die günstige Seersucker- Variante ist nicht so anschmiegsam, weil dort die Wellenform auf chemi- schem Weg erzeugt wird“, sagt der Experte – und mit jeder Wäsche werde die Wellenform schwächer. Bei guten Qualitäten entstehe sie dagegen automatisch beim Webvor- gang. Deshalb empfiehlt Böhle: „Kau- fen Sie nicht verpackt, ohne anzu- fassen.“ Im Zweifelsfall sollten Kunden ruhig den Verkäufer bitten, die Packung zu öffnen. Für das frische Gefühl sollten Betttextilien gerade im Sommer be- sonders gepflegt und nach Möglich- keit öfter gewaschen werden. „Nor- malerweise sollte man Bettwäsche alle zwei Wochen wechseln, aber wenn man stark schwitzt, dann lie- ber wöchentlich“, rät Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpfle- ge- und Waschmittel. Gewaschen werden sollte bei mindestens 40 Grad, weil dann nicht nur Schweiß, sondern auch das Hautfett entfernt wird. Die Mischung aus beidem sorgt für die gelblichen Flecken auf Kissen oder Matratzen. Je heißer es wird, desto dünner wünschen sich viele auch ihre De- cke. Der eine oder andere schläft im Sommer sogar mit dem blanken Bettbezug oder gleich ganz ohne. Experte Böhle empfiehlt aber eher eine leichte Sommerbettdecke: „Das ist besser als nur der Bettbe- zug, denn morgens kann es darunter auch im Sommer mal kalt werden.“ Und die Feuchtigkeit wird von der Decke aufgenommen. „Kamel- haar kann zum Beispiel ein Drittel seines eigenen Gewichtes an Feuch- tigkeit aufnehmen, ohne dass es sich feucht anfühlt“, so der Experte. Von fast allen Deckenarten gibt es auch Leichtversionen. „Zum Bei- spiel wäre eine Daunendecke mit 140 Gramm Füllgewicht ideal“, er- klärt Böhle. „Die sind meist ganz klein gesteppt, so dass sich in jedem Karo gerade mal ein Gramm Dau- nen befindet.“ Aber auch Leichtde- cken mit Füllungen aus Kamelhaar, Kaschmir oder Leinen sind empfeh- lenswert. Für Allergiker kommt zum Beispiel Wildseide infrage. 3D-Matratzenschoner ermöglicht Luftzirkulation Grundsätzlich gilt: Die Kombina- tion aus der richtigen Bettwäsche und einer Sommerdecke macht es. Umgekehrt heißt das: „Wenn man Biberbettwäsche drauf hat, nützt auch eine Sommerdecke nichts.“ Sogar die Matratze kann für den Sommer angepasst werden. Wer Flecken vorbeugen möchte, hat oft- mals eine Auflage aus Molton oder anderem wasserdichtem Material über die Oberfläche gespannt. Die könne bei heißem Wetter aber zu zusätzlichem Schwitzen führen, schränkt Böhle ein. „Sie sollte man im Sommer lieber gegen eine gute Auflage, zum Bei- spiel aus 3D-Gewirke, ersetzen. Die kostet kein Vermögen und sorgt da- für, dass zwischen Körper und Mat- ratze immer Luft zirkuliert.“ Ur- sprünglich sei das Spezialgestrick für Autositze entwickelt worden. Luftige Kleidung und gute Schlafzimmer-Belüftung Auch Bernd Glassl setzt für das einfachere Waschen auf Matratzen mit abnehmbarem Bezug oder einen Matratzenschoner: „Dieser kann in die Reinigung gebracht werden.“ Vom Selberwaschen von Schweiß- flecken auf der Matratze rät er hin- gegen ab. Denn trocknet im An- schluss die Matratze nicht ausrei- chend, kann sich Schimmel bilden. Wer bei den Stoffen für Bettbezü- ge und Co. auf Leichtigkeit achtet, sollte auch an die Kleidung und die Schlafzimmer-Belüftung denken. „Den Raum klimatisieren, tagsüber möglichst dunkel lassen und in leichter Kleidung schlafen“, rät Schlafmediziner Hans-Christian Blum. Guter Schlaf ist wichtig – insbesondere im Sommer, wenn hohe Temperaturen schon mal den Schlaf rauben können. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Wir sind die Partner für einen G E SUND E N, E RHO L S AME N S CHL A F ! 8A6LniQo

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