Der große Kfz-Markt vom 16.01.2021

Redaktion: Peter Parzefall Der große Kfz-Markt mittwochs und samstags in 16 Tageszeitungen Limitierter Porsche Zuffenhausener erinnern mit Retro-Modell an 25 Jahre Boxster D er Boxster wird 25 Jahre alt und Porsche feiert das run- de Jubiläum mit einem Son- dermodell im Retro-Look. Wenn der „Boxster 25 Jahre“ ab 94986 Euro auf die Straße rollt, erinnert nicht nur die Farbgebung an die zur da- maligen Zeit, als ausschließlich der Neuenelfer als der Porsche-Sport- wagen schlechthin galt, ebenso auf- sehenerregende wie belächelte De- signstudie aus dem Frühjahr 1993, die dem Serienstart 1996 voraus- ging. Details wie den farblich abge- setzten Scheibenrahmen, den Tank- deckel aus Aluminium oder die po- lierten Endrohre, um nur einige von zahlreichen Eye Catchern zu nen- nen, haben die Designer in der Zuf- fenhausener Sportwagenschmiede ebenfalls von damals übernommen. Jubiläumsmodell klotzt mit einem 400-PS-Sechszylinder Während der 718 Boxster und der geschlossene Ableger Cayman heute zumeist als Vierzylinder verkauft werden, steckt beim Jubiläumsmo- dell ein Sechszylinder hinter den Sitzen. Übernommen vom 718 GTS 4.0, schöpft der Boxster laut Por- sche aus 4,0 Litern Hubraum die Leistung von 294 kW/400 PS. Das reicht für einen Sprint aus dem Stand heraus auf Tempo 100 km/h innerhalb von 4,0 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 293 Stundenkilometern. Den durchschnittlichen Ver- brauch des wahlweise mit Schaltge- triebe oder Doppelkupplung ausge- statteten Boxsters gibt Porsche mit bestenfalls 9,6 Litern (219 g/km CO2) an. Während sich der Boxster in 25 Jahren mittlerweile mehr als 350000mal verkauft hat, wird das Jubiläumsmodell eine Rarität blei- ben: Mehr als 1250 Autos will Por- sche davon nicht bauen. In Erinnerungen schwelgen dürfen Porsche-Fahrer: Beim Sondermodell anlässlich des 25jährigen Jubiläums des Boxsters zitieren die Zuffenhausener optische Details der Studie aus dem Jahr 1993. Kratzen und fegen Schnee kann Autofahrer teuer zu stehen kommen V iel Schnee auf den Straßen kann Autofahrern zu schaffen machen - und im Zweifel auch ins Geld gehen. Denn wer sich nicht an einige Regeln hält, muss laut ADAC mit Bußgeldern rechnen. Die Scheiben und Außenspiegel am Auto zum Beispiel müssen bei eisiger Witterung freigekratzt wer- den. Nicht erlaubt ist, dabei den Motor laufen zu lassen, erläutert der Automobilclub. Wer sich nicht daran hält, riskiert ein Verwar- nungsgeld in Höhe von 10 Euro. Außerdem müssen Fahrzeuge komplett vom Schnee befreit wer- den, auch hier drohen sonst Bußgel- der. 5 Euro kostet ein vom Schnee bedecktes Kennzeichen, bei einer nicht vollständig freigekratzten Frontscheibe sind es 10, bei einem verschneiten Fahrzeugdach sogar bis zu 80 Euro. Was tun bei zugeschneiten Verkehrszeichen? Sind Verkehrsschilder zuge- schneit, aber anhand ihrer Form noch erkennbar, so bleiben sie gül- tig. Beim achteckigen Vorfahrts- schild ist das einfach. Zum Beispiel runde Zeichen dagegen können mehrere Bedeutungen haben - sind sie zugeschneit oder stark ver- dreckt, kann nicht erwartet werden, dass Verkehrsteilnehmer sie befol- gen. Wird ein Autofahrer geblitzt, muss er den Angaben zufolge aller- dings im Nachhinein beweisen, dass ein Schild nicht zu erkennen war. Beim Einspruch gegen den Buß- geldbescheid ist dann ein Wetter- gutachten vorzulegen, das es natür- lich (!) kostenpflichtig beim Wetter- dienst gibt. Kein Strafzettel bei einer zugeschneiten Parkscheibe Ortskundige wiederum, die zum Beispiel die lokal vorgeschriebenen Geschwindigkeiten kennen, müssen sich auch ohne gut lesbares Schild daran halten. Wer zum Beispiel auf seinem üblichen Weg zur Arbeit ge- blitzt wird, kann sich nicht auf zu- geschneite Schilder berufen. Wird das Auto allerdings während des Einkaufs zugeschneit und sind so- mit korrekt hinter der Frontscheibe plazierte Parkausweise oder Park- scheiben nicht mehr sichtbar, gibt es laut ADAC keinen Strafzettel. Den Durchblick zu behalten, lohnt sich in jeder Hinsicht. SICHERHEIT BEI SCHNEEGLÄTTE Mehr Abstand, geringere Drehzahl und immer mal wieder eine Bremsprobe... ... so meistern Autofahrer die Herausforderung schneeglatter Straßen. Gefährlicher wird es hingegen für all jene mit nervösem Gasfuß und wenig Geduld. Tipps im Überblick: BREMSPROBE: Auf glatten Straßen ist der Bremsweg länger als sonst. Wie gut die Reifen greifen, lässt sich herausfinden, indem man auf freier Strecke kurz abbremst. Aber natürlich nur, wenn hinter einem kein anderes Auto fährt. So bekommen Autofahrer laut TÜV Süd ein besseres Gefühl für die Straßenlage. KURVENVERHALTEN: Lenken und dabei Gasgeben kann das Auto auf verschneitem Untergrund ausbrechen lassen. Deshalb gilt vor Kurven: runter vom Gas und gleichmäßig lenken. Bis in den Be- reich, in dem das ABS anschlägt, sollte man in Kurven das Brems- pedal nur im Notfall durchdrücken. DREHZAHLEN: Gegen das Durchdrehen der Räder hilft es, mög- lichst niedertourig, also mit geringer Drehzahl, zu fahren, rät der ADAC. Kommt das Auto nicht von der Stelle, kann es einen Ver- such wert sein, im zweiten Gang anzufahren. SICHERHEITSABSTAND: Dieser sollte dreimal länger gewählt werden als sonst. So bleibt mehr Zeit, um zu reagieren, wenn etwa der vorausfahrende Wagen plötzlich ausschert, erklärt der TÜV. Gefahr von Glätte besteht den Experten zufolge besonders häufig in Kreuzungsbereichen, auf Brücken und in Waldschneisen. GELASSENHEIT: Bei winterlichen Straßenverhältnissen dauert alles etwas länger. Ein grundsätzlicher Sicherheitstipp lautet da- rum: Gelassen bleiben und lieber mehr Zeit als üblich für eine Strecke einplanen. Wer zu forsch fährt, provoziert rasch einen Un- fall, warnt die Sachverständigen-Organisation Dekra. RÄUMFAHRZEUGE: Sie sind meist langsam unterwegs – dennoch bleiben Autofahrer aus eigenem Interesse lieber hinter ihnen. Denn vor den Räumfahrzeugen ist die Straße oft noch gefährlich glatt, erklärt der TÜV Süd. Kommen sie einem auf der anderen Fahrspur entgegen gefahren, hält man sich möglichst weit rechts, denn die Schneeschaufel ist oft breiter als das Räumfahrzeug. ABS UND ESP: Diese Sicherheitssysteme helfen zweifellos. Doch sie nutzen nach Angaben der Experten nichts, wenn man unvor- sichtig ist. Oder wie Dekra es formuliert: „Wer zu schnell in eine Kurve fährt, wird auch mit der neuesten Technik im Straßengra- ben oder im Gegenverkehr landen.“ Milde Hybridisierung Land Rover verpasst Evoque und Discovery Sport sparsame Antriebe D en Range Rover Evoque und den technisch eng verwandten Land Rover Discovery Sport gibt es jetzt mit neuen, sparsameren Moto- ren und Mild-Hybrid-Technik für nahezu alle Varianten. Für beide gibt es künftig zwei Diesel mit elektrischem Starter-Ge- nerator: Die zwei Liter großen Vier- zylinder leisten 120 kW/163 PS und 150 kW/204 PS. Sie sollen durch mehr Energierückgewinnung und längere Start-Stopp-Phasen deut- lich weniger CO2 ausstoßen. Der Verbrauch beim Evoque sinke auf bestenfalls 6,0 Liter (158 g/km CO2), beim Discovery Sport auf 6,3 Liter (165 g/km). Während im Discovery Sport zu- dem an der Spitze der Palette ein neuer Benziner mit 2,0 Litern Hub- raum und 213 kW/290 PS, 233 km/h Spitze und einem Normverbrauch ab 7,6 Litern (179 g/km CO2) Ein- zug hält, erweitern die Briten das Motorenprogramm des Evoque nach unten. Diesen gibt es als P160 künftig auch mit dem aus dem Plug-in-Hy- brid bekannten Dreizylinder ohne den dazugehörigen E-Motor. Dann kommt der nur mit Frontantrieb lie- ferbare Geländewagen bei 1,5 Li- tern Hubraum auf 118 kW/160 PS, erreicht maximal 199 km/h und geht mit einem Normverbrauch von 6,8 Litern (154 g/km) ins Rennen. Zu den optimierten Motoren gibt es laut außerdem ein Update für das Infotainment mit Musikstreaming und Online-Aktualisierungen sowie verbesserte Assistenzsysteme, die nun auch eine 3D-Rundum-Kamera nutzen. Die Preise? Während der Range Rover Evoque S P300e ab 54563 Euro zu haben ist, muss man für dem Land Rover Discovery Sport S P300e (auch als Siebensitzer zu ha- ben) mindestens 55446 Euro hin- blättern. Das Duo ist bereits mild- hybridisiert mit Otto- und Diesel- motoren erhältlich. Zudem sind Pö- lug-in-Versionen von Land Rover Defender, Range Rover und Range Rover Sport sowie Range Rover Ve- lar zu konfigurieren. Verschnaufen und Aufladen: Der Akku des Range Rover Evoque mit Plug-in-Antrieb lässt sich naturgemäß auch mit Stecker aufladen. 8A6LniQo

RkJQdWJsaXNoZXIy MTYzMjU=