Heimatzeit in Simbach

20 LANDAUER ZE I TUNG / VI LSTALER ZE I TUNG Freitag, 4. Dezember 2020 Bauernjahrtag entfällt Haunersdorf. Der für Sonntag, 6. Dezember, geplante Bauernjahrtag muss aufgrund der aktuellen Coro- na-Pandemie abgesagt werden. Der Gottesdienst für die verstorbenen Mitglieder des Bauernhilfsvereins Haunersdorf und Umgebung findet statt. Kein Jahr wie jedes andere Bürgermeister Herbert Sporrer spricht über Arbeit der Marktgemeinde in Corona-Zeiten Simbach. (mb) Ein Jahr wie die- ses hat bisher noch niemand erlebt. „Corona“ ist der prägende Begriff seit den Kommunalwahlen. Der ge- wohnte Gang hat Mitte März ein jä- hes Ende genommen. Bürgermeister Herbert Sporrer weiß ein Lied davon zu singen, wie schwierig es seither ist, Termine zu planen und die jeweils geltenden Auflagen einzuhalten. Denn auch die Gemeinde selbst ist davon be- troffen. Etliche Male wurden Veran- staltungen angesetzt, verschoben, ganz abgesagt. Ein Beispiel ist die Verabschiedung der ausgeschiede- nen Marktgemeinderäte, die bis dato noch nicht stattfinden konnte – obwohl man sogar von der ur- sprünglichen Feier zweimal auf kleinere Rahmen umgeschwenkt hätte. Diese waren letztlich auch nicht mehr realisierbar, nachdem die Inzidenzwerte wieder stiegen. Auch die Bürgerversammlung fiel der Corona-Pandemie zum Opfer. Diese Ungewissheit zieht sich wie ein roter Faden durch die Monate. Inzwischen wenig bis keine Nachfragen mehr Gerade zu Beginn, so erinnert er sich, herrschte ein extrem hoher Nachfragebedarf seitens der Bevöl- kerung. Hygienekonzepte wurden unter hohem zeitlichen Aufwand er- stellt. Er und die Verwaltung führ- ten unzählige Gespräche mit den Fachbehörden, wodurch auch Res- sourcen gebunden wurden, die man eigentlich an anderer Stelle benö- tigte. Schulbetrieb, Busbeförde- rung, Vereine – hinter allen Berei- chen gab es große Fragezeichen. Muss man die Turnhalle schließen, kann das Bürgerhaus weiter genutzt werden und wenn ja, wie? Mittler- weile, so beobachtet der Bürger- meister, gibt es im Rathaus wenig bis keine Nachfragen mehr zu die- ser Thematik. Das Leben wurde ein anderes. Die Märkte sind abgesagt, der öf- fentliche Bereich auf ein Minimum zurückgefahren. Das heißt, reprä- sentative Termine fallen so gut wie weg. An den Wochenenden ist es seit einem halben Jahr so ruhig wie noch nie. Wenn er mit den Bürgern ins Gespräch kommt, bekommt er Be- fürworter der Hygienevorgaben zu hören. Es gibt jedoch auch etliche, die die Vorgehensweise der Regie- rung teils sogar massiv in Frage stellen. Die Gemeinde hat ganz klar die Aufgabe, die staatlichen Anwei- sungen umzusetzen. „Wir müssen nach Recht und Gesetz handeln.“ Befürchtungen, dass Menschen krank werden, die Wirtschaft leidet und soziale Vereinsamung zuneh- men, sind auch seiner Meinung nicht unberechtigt. Trotz dieses Stillstands in vielen Bereichen: Im Rathaus wird nach wie vor fleißig daran gearbeitet, die Gemeinde weiter nach vorne zu bringen. Dazu gehört aktuell ein massiver Schub in Sachen Breit- bandausbau. Auch setzt man alles daran, neue Bauplätze auf den Weg zu bringen – ganz konkret derzeit in Simbach. Verschiedene Infrastruk- turmaßnahmen sind Investitionen für Jahrzehnte. Dies und vieles an- dere mehr soll dazu beitragen, dass auch in den weiteren Jahren die Zahl der Zuzüge höher liegt als die der Wegzüge. Auch im Rathaus sind in allen Räumen Plexiglasscheiben angebracht. Foto: Monika Bergbauer MARKT SIMBACH www.landauer-zeitung.de RUND UM ARNSTORF Heimatzeit in heimatzeit.idowa.de Simbach Realschülerin gibt Beethovens Elise ein Gesicht Verena Stadlbauer überzeugt Jury des Bayerischen Rundfunks – Preisverleihung am Samstag Arnstorf. (ag) Beethovens „Für Elise“ stellt wohl eines der berühm- testen Klavierstücke weltweit dar. Realschülerin Verena Stadlbauer hat der Namensgeberin der Kompo- sition nun ein Gesicht und eine Ge- schichte gegeben. „Wahnsinn, mei- ne uneingeschränkte Hochach- tung“, sagt dazu Realschuldirektor Andreas Scheungrab. Doch nicht nur er und ihre Mitschüler sind fas- ziniert, sondern auch die Jury des Bayerischen Rundfunks vom Wett- bewerb „Beethoven Mystery XXL“. Mit dem einleitenden Halbton- wechsel schafft Ludwig van Beetho- ven eine Melodie, die nicht nur Pia- nisten sämtlicher Nationen bekannt ist, sondern über die auch Nichtmu- siker mit großer Wahrscheinlichkeit im Lauf ihres Lebens stolpern. Umso faszinierender, dass die Hin- tergrundgeschichte dieses Stücks seit jeher ein großes Geheimnis bleibt und Musikwissenschaftler nach wie vor darüber streiten, wer diese Elise gewesen sein könnte. Eine Schülerin der Realschule Arnstorf schnappte sich genau die- ses Mysterium und gab der rätsel- haften Figur ein Gesicht, sodass man meinen könnte, Verena Stadlbauer wäre am 27. April 1820 höchstpersönlich in Beethovens Zimmer gestanden und hätte die Entstehung der berühmten Kompo- sition live miterlebt. Und mit ihrer Version der Entste- hungsgeschichte verwandelte die Schülerin in der Phase des Distan- zunterrichts den Arbeitsauftrag ei- ner Onlinemusikstunde in einen Preis des Bayerischen Rundfunks, der sich sehen lassen kann. Zum 250. Geburtstag des berühmten Komponisten Ludwig van Beetho- ven hat „Do Re Mikro – Klassik für Kinder“ den Wettbewerb „Beetho- ven Mystery XXL“ ausgeschrieben, in dem Kinder dazu aufgefordert wurden, eine Bildergeschichte zu selbigem Komponisten kreativ fort- zusetzen. Dieser Wettbewerb bot sich per- fekt als freiwillige Aufgabe im Zuge der Musikstunde zum Thema „Epo- chen der Musikgeschichte“ an. „Lüftet das Geheimnis“, heißt es in der Wettbewerbsbeschreibung. Ve- rena Stadlbauer macht genau das in einem vierseitigem Comic, der ein kleines Mädchen namens Elise zeigt, das neugierig an Beethovens Wohnungstür klopft, sich zu ihm ge- sellt und am Ende Inspiration für den Titel des soeben entstandenen Stückes wurde. Als eine von 270 Einsendungen überzeugte Verenas Zeichnung die Jury der „Do Re Mi- kro“-Redaktion des BR, die mit ei- nem Sachpreis und einer Urkunde geehrt wird. „Hätte gerne etwas mit Beethoven komponiert“ Wie es zu dieser Idee kam? „Ich habe recherchiert und mich an die Geschichte von ‚Für Elise‘ erinnert. Und da man ja bis heute nicht weiß, wer diese Elise genau ist, habe ich mich einfach für ein kleines Mäd- chen entschieden.“ Auf die Frage, ob sie gern das kleine Mädchen ge- wesen wäre, meint die Schülerin lä- chelnd: „Wäre schon lustig gewe- sen, mit ihm etwas zu komponie- ren.“ Lustig und aufregend wird es bestimmt, wenn Verena ihren Preis erhält, auch wenn es aufgrund der Corona-Situation nicht wie geplant im Funkhaus München stattfinden kann und die Siegerehrung wie so vieles online gelöst werden muss. „Beethoven hätte sicher seine helle Freude gehabt“, heißt es in der Mail der „Do Re Mikro“-Redaktion, die Verenas Sieg verkündet. Eine mindestens genauso große Freude bereitet dies der Realschule Arns- torf, die stolz darauf ist, dass sich einzelne Schüler in dieser schwieri- gen Zeit der negativen Schlagzeilen in ihrer Kreativität und ihrem En- gagement nicht einschränken lassen und für positive Nachrichten sor- gen. ■ Dabeisein bei der Preisverleihung Die virtuelle Preisverleihung mit Checker Tobi kann mitverfolgt wer- den. Am kommenden Samstag, 5. Dezember, ab 10 Uhr findet man die Preisverleihung im Internet unter www.br.de/kinder/beethoven , um 17.05 Uhr werden im BR-Klassik die besten Beethoven Geschichten zu hören sein. Verena Stadlbauer Fotos: Realschule Arnstorf Auszug aus dem Comic, in dem Elise lebendig wird. Spiegel gestreift – dann geflüchtet Arnstorf. (red) Am Mittwoch gegen 7.05 Uhr ist ein 42-jähri- ger Autofahrer in seinem blau- en Mercedes die Ortsdurchfahrt Mariakirchen von Roßbach kommend in Richtung Arnstorf gefahren. Zur gleichen Zeit kam ihm ein dunkler Kombi, vermutlich der Marke VW, ent- gegen. Es kam zum Spiegel- streifer. Der Fahrzeugführer des dunklen Kombis fuhr anschlie- ßend, ohne anzuhalten, in Rich- tung Roßbach davon. Bemerkt haben soll diesen Verkehrsun- fall zudem ein Autofahrer hin- ter dem 42-Jährigen und den Flüchtenden nach dem Ver- kehrsunfall noch angehupt ha- ben. Die Polizeiinspektion Eg- genfelden bittet daher diesen Fahrer, sich persönlich oder te- lefonisch bei der Dienststelle in Eggenfelden zu melden. Weite- re Hinweise auf den flüchten- den Kombi-Fahrer nimmt die Polizeiinspektion Eggenfelden unter der Telefonnummer 08721/9605-0 entgegen. RUND UM ARNSTORF Evangelische Messe zu Heiligabend Simbach. Am Donnerstag, 24. Dezember, finden in der evangeli- schen Kirchengemeinde Arnstorf zwei Gottesdienste zum Heiligen Abend statt: Weihnachtsgang in vier Stationen „Auf dem Weg zur Krippe“, Beginn 15 Uhr im katholi- schen Pfarrhof. Es besteht Masken- pflicht für alle Teilnehmer. Hierfür ist keine Anmeldung erforderlich. Ein Gottesdienst wird um 18 Uhr in der Katholischen Pfarrkirche Sankt Bartholomäus, Simbach, ge- feiert. Dafür ist Anmeldung erfor- derlich bis zum 20. Dezember im evangelischen Pfarramt Arnstorf, Telefon 08723/1303, über E-Mail: pfarramt.arnstorf@elkb.de oder bei den Gottesdiensten im Advent. Die Interessenten werden gebeten, dazu Namen, Anzahl der Teilnehmer, Te- lefonnummer und Adresse zu nen- nen. In der Reihenfolge der einge- henden Anmeldungen werden ihnen Platzkarten verteilt, die die Gläubi- gen zum Gottesdienst mitbringen sollen. Dazu gelten die üblichen Regeln. Aktuelle Informationen, sobald die- se vorliegen, befinden sich in den nächsten Wochen in der Landauer Zeitung und im Internet auf der Homepage der Kirchengemeinde: arnstorf-evangelisch.de . und bei: evangelische-termine.de . Zum Fest werden auch viele Gottesdienste im Fernsehen und über Internet über- tragen – insbesondere zeigt Nieder- bayernTV am 24. Dezember einen Gottesdienst, der in den Landshuter evangelischen Gemeinden aufge- nommen wurde. 8A6LniQo

RkJQdWJsaXNoZXIy MTYzMjU=