ProBier mal!

34 ESSEN UND TRINKEN Montag, 23. April 2018 Wildkraut zum Essen Gundermann über Kartoffeln streuen ein scharfer Geruch, der an Minze erinnert. Gundermann enthält Vita- min C, Kalium, ätherische Öle und Bitterstoffe. (dpa) G undermann ist ein Wild- kraut, das man über Kartoffeln oder Eierspeisen streuen kann. Auch Tee und Kräuterlimona- de können Hob- byköche mit Gundermann verfeinern. Aller- dings sollte es sparsam dosiert werden, damit der Geschmack nicht zu intensiv wird, erläutert das Bundeszen- trum für Ernäh- rung. Im Früh- jahr ist das Kraut eines der ersten verfügbaren Wildkräuter. Er- kennungsmerk- male sind neben den blauvioletten Blüten die herz- bis nierenförmigen Blätter, die an den Rändern einge- kerbt sind. Beim Zerreiben entsteht Gundermann (Glechoma hederacea) erkennt man an den herzförmigen, gezackten Blättern. Foto: Mascha Brichta ■ Küchentipps & Infos SALAT ISST MAN am besten ganz frisch. Das gilt vor allem für Kopf- salate und andere Sorten aus regio- nalen Gewächshäusern, die jetzt wieder erhältlich sind: Nicht nur gehen bei der Lagerung wichtige In- haltsstoffe verloren, diese Salate welken auch etwas schneller als sol- che aus Freilandanbau. Darauf weist der Rheinische Landwirt- schafts-Verband hin. Frischen Salat erkennen Verbraucher an der hellen Schnittstelle am Strunk und an Blättern, die eng am Kopf anliegen und noch nicht trocken sind. Wer Salat doch lagern muss, packt ihn den Angaben nach am besten in ein feuchtes Tuch oder in eine Kunst- stoff-Box. Im Gemüsefach des Kühlschranks bleibt er so ein paar Tage frisch. DIE MEISTEN HOBBYGÄRTNER rup- fen Löwenzahn im Garten einfach aus und werfen ihn weg. Das muss aber nicht sein – denn die Pflanze lässt sich gut als Küchenkraut ver- wenden, rät das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Gut schmecken die Blätter zum Beispiel in einem Salat mit Cherrytomaten und einem Dressing aus Walnussöl und Rot- weinessig. Sehr bittere Löwenzahn- blätter landen vor der Zubereitung am besten für etwa zwei Stunden in kaltem Wasser. ER WÄCHST IN FREIER NATUR , manchmal gibt es ihn auch auf dem Markt: Sauerampfer schmeckt jetzt im Frühling am besten. Denn dann sind die Blätter des Wildkrauts be- sonders aroma- tisch und nicht ganz so herb wie sonst. Darauf weist das Bundeszentrum für Er- nährung (BZfE) hin. Sauerampfer schmeckt roh zum Beispiel in einem gemischten Salat oder gehackt in Kräuterquark. Er lässt sich aber auch dünsten. GESCHMACKLICH ÄHNELT sie der Litschi: Die Rambutan hat weißes Fruchtfleisch und schmeckt süß- säuerlich. Im Supermarkt oder Asialaden erkennen Verbraucher sie leicht an ih- rem haari- gen Äuße- ren. Die Früchte ha- ben eine rote bis orangerote Schale mit weichen biegsamen Stacheln. Die exoti- sche Frucht schmeckt laut Bun- deszentrum für Ernäh- rung am besten gekühlt und pur, aber auch als Kompott, im Obstsa- lat und Smoothie. Pikanten Reisge- richten gibt ihr süß-säuerliches Aroma außerdem eine interessante Note. Vor dem Essen öffnet man die Schale einfach mit den Fingern oder schneidet sie an der Seite vorsichtig ein, um das Fruchtfleisch aus der Schale zu lösen. im fokus Tag des Bieres am 23. April 2018 Pro BIER mal! ANZEIGE Klett-Bräu · Konzell Telefon 09963 / 805 Gastlichkeit auf gut bayerisch Bier mag es dunkel und kühl Verbraucher können mit der richtigen Lagerung den optimalen Geschmack erleben B eim Bier kommt es auf die Frische an – zuerst beim Brauen und später beim Ge- nießen. Braumeister achten bei der Herstellung deshalb auf beste Roh- stoffe, denn nur hochwertige und frische Zutaten garantieren den un- verwechselbaren Biergeschmack. Aber auch der Genießer selbst kann seinen Teil beitragen. „Bier liebt es dunkel und kühl“, erklärt beispiels- weise Biersommelière Julia Klose von der Brauerei C. & A. Veltins. Grundsätzlich muss der Verbrau- cher also auf den richtigen Lagerort und die richtige Temperatur achten. Wer einige einfache Tipps beherzigt, sorgt dafür, dass das frisch einge- schenkte Bier vom ersten Schluck an die ausgewogenen Geschmacks- nuancen aufweist, die es vom Brau- meister erhalten hat. Die Trinktem- peratur etwa liegt beim Pils idealer- weise zwischen fünf und acht Grad Celsius. Nicht nur in der Sommer- zeit bei warmen Außentemperatu- ren sollten Biertrinker darum stets die richtige Lagerung beherzigen: Zu hohe Temperaturen, aber auch Licht können dem Naturprodukt Bier schaden und das Aroma beein- flussen. Der dunkle Keller ist in vie- len Fällen ein perfekter Aufbewah- rungsort, aber auch der Kühl- schrank eignet sich für die zwi- schenzeitliche Wartezeit als Lager- stätte. Dabei beträgt die optimale Lagertemperatur zwischen vier und sieben Grad Celsius. Wenn das Bier zu kalt ist, entsteht beim Einschen- ken weniger Schaum und im Glas bildet sich keine schöne Krone. Zu große Temperatur- schwankungen sind ebenfalls nicht zu empfeh- len. Julia Klose rät deshalb da- von ab, Bier im Gefrierschrank in kurzer Zeit ab- zukühlen. Und in der kalten Jah- reszeit sollte man es vor allzu großer Kälte schützen. Denn schon bei einer Lagerung von unter drei Grad Celsius kann es zur sogenannten Kältetrübung kom- men. „Die Trübung schadet dem Geschmack des Bieres“, so Klose. Bei längerem Frosteinfluss könne das Bier zudem gefrieren. „Es bildet sich Eis in der Flasche. Dadurch konzentrieren sich in der noch nicht gefrorenen Flüssigkeit die Geträn- keinhaltsstoffe.“ Da Eis ein größe- res Volumen hat als flüssiges Was- ser, dehnt sich gleichzeitig der Fla- scheninhalt aus. Dadurch steigt der Flascheninnendruck so lange, bis der Kronkorken undicht wird und die Flüssigkeit mit den Inhaltsstof- fen austritt: „Taut der Flaschenin- halt dann wieder auf, ist die Flasche zumeist teilweise geleert und der In- halt verwässert“, erklärt Klose wei- ter. Die Flasche scheint aber immer noch original verschlossen zu sein – denn der angehobene Kronkorken dichtet fast unsichtbar ab. -djd- Der dunkle Keller ist in vielen Fällen ein perfekter Aufbe- wahrungsort für Bier, aber auch der Kühlschrank eignet sich als Lagerstätte. Foto: djd/Brauerei C. & A. Veltins Ob daheim oder im Biergarten… Genießen Sie den Tag des Bieres 2018! EN H MALZ S EFE ER HOPF ASW Brauen nach dem Reinheitsgebot:

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